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Gesundheit
18.01.2022

Erste Haselpollen reizen die Nase

Dass die Hasel Anfang Januar schon blüht, ist früh, wird aber immer wieder mal registriert (abgebildet: Haselkätzchen).
Dass die Hasel Anfang Januar schon blüht, ist früh, wird aber immer wieder mal registriert (abgebildet: Haselkätzchen). Bild: pixabay.com
Der Winter hat die Schweiz vielerorts im Griff, dennoch klagen Heuschnupfengeplagte bereits über allergische Reaktionen. Tatsächlich blüht an sonnigen Stellen schon die Hasel. Wer unsicher ist, ob er oder sie nun wegen Pollen oder Coronaviren verschnupft ist, nimmt am besten mit seinem Arzt, seiner Ärztin Rücksprache. aha! Allergiezentrum Schweiz rät bei einer Pollenallergie rechtzeitig Medikamente zu nehmen.

Pollenallergikerinnen und -allergiker haben es bemerkt: Hie und da sind schon Haselpollen in der Luft. «Es erreichen uns Anfragen von erstaunten Betroffenen. Sie können kaum glauben, jetzt schon Heuschnupfen zu haben – und denken natürlich auch an eine Covid-19-Infektion», sagt Roxane Guillod, stellvertretende Leiterin Fachdienstleistungen von aha! Allergiezentrum Schweiz. Denn ein Schnupfen kann sowohl auf eine Pollenallergie als auch auf Covid-19 hinweisen. Andere Beschwerden sind jedoch für eine Covid-Erkrankung untypisch: «Niesattacken, juckende, tränende und gerötete Augen sowie auch Juckreiz in Gaumen, Nasen und Ohren deuten auf eine Allergie hin», so die Expertin. Wer dennoch unsicher ist, sollte besser den Arzt oder die Ärztin anrufen.

Gebietsweise Haselpollen in der Luft 

Die Hasel ist nicht sehr anspruchsvoll. Um zu blühen, reichen ihr etwas Sonne und Temperaturen über fünf Grad Celsius. Wetter-Voraussetzungen, die durchaus in den nächsten Tagen in einigen Gebieten der Schweiz erreicht werden: «An besonders sonnigen, windgeschützten Stellen im Flachland wird es genügend warm, so dass sich die Haselkätzchen öffnen», bestätigt Biometeorologin Regula Gehrig von Meteo Schweiz. «Es können also Haselpollen in der Luft sein, wenn auch noch nicht in grossen Mengen.» Mit Ausnahme des Tessins; hier ist es frühlingshaft, so dass die Pollenbelastung sogar mässig bis hoch bleibt – wie seit Beginn des Jahres. In Lugano werden seit dem 31. Dezember starke Haselpollenkonzentrationen gemessen. Auch die Messstationen der Alpennordseite zeigten Anfang Jahr schwache bis mässige Hasel- und Erlenpollenkonzentrationen an. Dass die Hasel Anfang Januar schon blüht, ist früh, wird aber immer wieder mal registriert.

Pollensturm folgt erst noch

Das grosse Erwachen der Hasel in der ganzen Schweiz wird aber vorerst durch die kühlen Temperaturen noch verhindert. «Erst wenn die Temperaturen bei Sonnenschein etwas höher sind, über rund sieben Grad, werden die Haselsträucher und die Erlen grössere Pollenmengen abgeben», so Regula Gehrig von Meteo Schweiz. Allergikerinnen und Allergiker informieren sich am besten über die kostenlose App «Pollen-News» über die aktuellen Pollenprognosen. Neu lässt sich auch ein persönlicher Pollen-Push erstellen: Man erfährt sofort, wenn sich die Belastung einer ausgewählten Pollenart ändert.

Medikamente und Masken helfen

Grundsätzlich gilt: Wer auf Pollen reagiert, sollte den Kontakt mit den Pollen möglichst vermeiden und seine vom Arzt, von der Ärztin verschriebenen Medikamente griffbereit haben, meist Antihistaminika. Und zu guter Letzt: Gegen Pollen helfen auch die Hygienemasken: «Selbst die kleinsten Pollenkörner können nicht durch die Textilschichten der Masken dringen», so Allergieexpertin Roxane Guillod.

Aktuelle Pollendaten und -prognose 

pd