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Herrschaft
27.02.2022

Eine Million Neurentner – wer bezahlt?

Grossratskandidaten mit  Regierungsratskandidat: Christof Kuoni (v.l.), Martin Bühler, Sereina Donatsch und Lieni Kunz  (Es fehlt Andreas Zindel).
Grossratskandidaten mit Regierungsratskandidat: Christof Kuoni (v.l.), Martin Bühler, Sereina Donatsch und Lieni Kunz (Es fehlt Andreas Zindel). Bild: zVg
«Sicherheit bei den Renten», «Sicherheit in Krisensituationen» – dies die beiden Themen des jüngsten Anlasses der FDP Herrschaft. Jung-Nationalrat Andri Silberschmidt verriet vor 80 interessierten Gästen das Konzept der FDP zur Sicherung der Renten und Regierungsratskandidat Martin Bühler sprach über das Management in Krisen.

Aufeinander hören, einbeziehen und an seine eigenen Stärken glauben – Dies sind gemäss FDP-Regierungsratskandidat Martin Bühler die Kernpunkte bei der Bewältigung von Krisen wie den Bergsturz von Bondo oder die Coronapandemie. Als Amtsleiter des Führungsstabes Graubünden arbeitete der Fideriser bei beiden Ereignissen an vorderster Front mit. Er sorgte mit seinem Team dafür, dass Bondo nicht im Chaos versank und dass der Bund den Vorteil des Testens einsah und damit die Schweiz verhältnismässig gut durch die Coronakrise kam. Seine Erfahrungen sammelte der Urbündner als Militärbeobachter und Projektleiter im Nahen Osten, auf dem Balkan und in Afrika. Diese Erfahrungen hätten ihm gezeigt, was geschieht, wenn der Staat nicht funktioniert und Staatsführer für sich und nicht fürs Gemeinwohl arbeiten würden.

Rentenalter 65 reicht nicht

Faktensicher und engagiert zeigte Nationalrat und FDP-Vizepräsident Andri Silberschmidt die Ist-Situation unserer Renten auf. Vom ehemaligen Musterstaat bezüglich Altersvorsorge sacke die Schweiz in internationalen Ratings immer weiter ab: 2040 über eine Million Rentner und dies bei beinahe stagnierenden Personen im Arbeitsmarkt. Die vom Parlament vorgeschlagenen Massnahmen (Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre und MWSt um 0,4 Prozent erhöhen) würden das Defizit der AHV nur gerade für drei Jahre verhindern. Und danach?

Silberschmidt erläuterte die Vor- und Nachteile der in Diskussion stehenden Ansätze zur Sicherung der AHV, der Pensionskasse sowie zur Optimierung der dritten Säule und zeigte die Lösungsvorschläge der FDP auf (Grundlage Initiative der Jungfreisinnigen, Umwandlungssatz bei der Pensionskasse senken mit Abfederung, Einkauf in 3a ermöglichen). Der von den Grossratskandidaten und der Grossratskandidatin der Bündner Herrschaft moderierte Anlass verdeutlichte mit der abschliessenden Diskussion die Brisanz und Komplexität des Themas.

Pressedienst