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Herrschaft
22.04.2022

Jägersektion Falknis tagte

Wildhüter Karlheinz Jäger orientierte über aktuelle jagdliche Themen und Zahlen.
Wildhüter Karlheinz Jäger orientierte über aktuelle jagdliche Themen und Zahlen. Bild: M. Schnell
Nach rund zweijähriger «Absenz» trafen sich die Herr­schäftler Jägerinnen und Jäger am letzten Freitag in Fläsch erstmals wieder zu einer physischen Versammlung. Eine Trophäenschau gehörte ebenso zum Abendprogramm wie die statutarischen Geschäfte.

Präsident Alex Bantli führte speditiv durch die statutarischen Geschäfte und Wildhüter Karlheinz Jäger orientierte unter anderem über die neusten Abschusszahlen im Areal Herrschaft/Seewis. So konnten im letzten Jagdjahr 187 Stück Rotwild, 133 Rehe und 120 Gämsen erlegt werden. Während der letzten Taxation wurden 472 Hirsche und 213 Rehe gezählt. Jäger geht deshalb davon aus, dass der Abschussplan beim Rotwild auch dieses Jahr wieder im Bereich 200 Tiere – wie die letzten drei Jahre – liegen dürfte. Die dazu präsentierten Grafiken illustrierten in den letzten drei Jahren sowohl im Areal Herrschaft/Seewis wie auch im ganzen Jagdbezirk XI einen tendenziell rückläufigen Hirschbestand, was dem Wunsch und den Vorgaben des Forstes entspreche, stellte Jäger dazu fest.

Reisefreudiger Seewiser Wolf

In einer weiteren Grafik präsentierte er das Streifgebiet des Wolfes M182, welcher vergangenes Jahr unter anderem im Gebiet Seewis und Maienfelder Alpen diverse Schafe gerissen hatte (P&H berichtete). Dieser Wolf war zuvor mittels DNA im Raum Davos und Oberengadin nachgewiesen worden. Nach seinem Abstecher ins Vorderprättigau zog das Tier im September weiter in den Raum Toggenburg/Rickenpass. Der letzte Nachweis erfolgte einen Monat später auf der Alpensüdseite in der Leventina. Das Beispiel M182 zeige, welche grosse Strecken ein Wolf binnen kürzester Zeit zurücklegen könne, stellte der Wildhüter dazu fest.

Parolenfassung DV

Bezüglich Parolen für die Delegiertenversammlung folgten die Anwesenden dem Vorschlag des Vorstandes (Jagdzeiten Variante 1, Antrag Sonderjagdtage auf maximal 10 Tage begrenzen abgelehnt, Antrag Schalldämpfer abgelehnt). Wer in der Sektion Falknis Hegestunden leistet, kann anlässlich einer Verlosung ein Gratis-Jagdpatent gewinnen. Das Glückslos fiel diesmal auf Forti Stocker (2020) und Simon Komminoth (2021). Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von den Jagdhornbläsern der Sektion Falknis, welche laut Aufruf von Beni Bantli Nachwuchs suchen.

Marco Schnell