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Leserbrief
Leserbriefe
07.06.2022
07.06.2022 12:38 Uhr

Massentierhaltungsinitiative extrem und unnötig

Bild: unsplash
Ein Leserbrief von Thomas Roffler, Präsident Bündner Bauernverband, Grüsch

Am kommenden 25. September stimmt die Schweizer Bevölkerung über die sogenannte Massentierhaltungsinitiative ab. Der Bundesrat und das Parlament lehnen diese Massentierhaltungsinitiative ab. Die Befürworter der Initiative wünschen sich und argumentieren, dass jedes Tier auf freiem Feld den Himmel sehen soll. Um eine korrekte Tierhaltung zu erfüllen, braucht es in der Schweiz keine solche Volksinitiative. Denn die Tierhaltung in unserem Land ist in keiner Art und Weise eine Massentierhaltung. Die Landwirtschaft investiert hohe Summen Geld ins Tierwohl und deren Haltungsbedingungen. Die Bauernfamilien bieten heute den Nutztieren weit überdurchschnittliche Lebensbedingungen bei einer artgerechten, qualitativ hochwertigen Fütterung. Die Massentierhaltungsinitiative würde die Schweizer Landwirtschaft und insbesondere die Tierhaltung schwächen. Konsumentinnen und Konsumenten vertrauen der Schweizer Tierhaltung und sind froh, dass sie einheimische Produkte aus artgerechter Tierhaltung einkaufen dürfen. Um die Bewirtschaftung und Beweidung sicher zu stellen, sind wir auf Nutztiere angewiesen. Auch die einheimische Eierproduktion sowie Schweine- und Geflügelfleisch ziehen viele Einwohnerinnen und Einwohner Importprodukten vor. Eine Schwächung der Tierhaltung wäre für die Schweiz und deren Ernährungssicherheit der falsche Weg. Deshalb empfiehlt der Bündner Bauernverband am 25. September ein Nein zur unnötigen und überflüssigen Massentierhaltungsinitiative.

Thomas Roffler