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Gesundheit
15.06.2022

Hitzewelle: So schützt du dich und andere

Bild: pixabay.com
Für die kommenden Tage sind hohe Temperaturen angesagt. Diese können Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Erfahre hier, wie du dich und besonders gefährdete Personen schützen kannst.

Ferien, Sonnenschein und gute Laune – das verbinden viele mit dem Sommer und das erleben wir hoffentlich auch dieses Jahr! Grosse Hitze kann aber auch zum Gesundheitsrisiko werden. Von einer Hitzewelle spricht man, wenn die Temperatur mehrere Tage lang über 30°C hoch ist, und wenn das Thermometer nachts nicht unter 20°C sinkt. Hitzewellen fordern den Körper heraus.

Ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere und Kranke sind gefährdet

Hitzewellen können vor allem für ältere Menschen belastend sein. Denn mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Wärmeregulation. Man schwitzt weniger, das Durstgefühl nimmt ab. Ältere Menschen können sich also nicht mehr darauf verlassen, dass sie Durst bekommen oder schwitzen, wenn es dem Körper zu warm wird. Auch chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder leiden mehr unter der Hitze.

Hitzestress: Körper im Ausnahmezustand

Grosse Hitze ist ein Stress für den Körper. Diese Zeichen warnen uns:

  • hohe Körpertemperatur
  • erhöhter Puls
  • Schwäche/Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • trockener Mund
  • Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Wenn diese Warnzeichen bei sich selbst oder anderen wahrgenommen werden, sollte man sich am besten hinlegen und sich mit kaltfeuchten Tüchern kühlen und etwas trinken. Wenn dies nicht hilft, sollte man sich beim Hausarzt melden oder das Ärztefon unter der Nummer 0800 33 66 55 anrufen.

So schützt du dich vor der Hitze

Damit es gar nicht so weit kommt, kann man mit diesen Massnahmen vorbeugen:

Trinken
Egal ob durstig oder nicht: Trinke mindestens 1.5 Liter pro Tag. Fülle dir einen Krug und trinke diesen bis zum Abend leer. Auch kalte und erfrischende Speisen wie Salate und Früchte, Gemüse und Milchprodukte helfen. Achte auf eine ausreichende Versorgung mit Salz.

Anstrengung vermeiden
Schonen deinen Körper. Für gesunde jüngere Menschen heisst dies etwa, sportliche Tätigkeiten ausserhalb des Wassers auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Ältere Menschen können den Einkauf, Arztbesuch oder andere Aktivtäten im Freien ebenfalls auf diese Randstunden legen oder – soweit möglich – von jemand anderem erledigen lassen.

Körper kühlen
Trage leichte Kleidung. Im Alter schwitzt man weniger und merkt darum manchmal nicht mehr so gut, dass keine Jacke mehr nötig wäre. Kühle oder kalte Duschen, Kalte Wickel und feuchte Tücher helfen ebenfalls, die Körpertemperatur zu senken.

Hitze fern halten
Halte dich draussen möglichst nur im Schatten auf. Lass tagsüber die Läden runter. Lüfte nachts ausgiebig, um die Wohnung zu kühlen. Auch wichtig: Lasse weder Personen noch Tiere im abgestellten Auto zurück!

Kinder besonders schützen!

Kinder gehören bei Hitzetagen zu den besonders gefährdeten Personen.

  • Die Hauttemperatur von Säuglichen und Kleinkindern sollte regelmässig überprüft werden. Bei Bedarf sanft kühlen, z. B. mit einer lauwarmen Dusche oder feuchten Tüchern.
  • Viel trinken lassen – die Kinder am besten stündlich auffordern, ein kleines Glas zu trinken.
  • Im Freibad oder am Strand vor Sonneneinstrahlung schützen (Kleider, Hut, Aufenthalt im Schatten, Sonnencrème)
  • Bei kranken Kindern, z. B. mit Durchfall: Lieber zu früh als zu spjät zum Arzt gehen. Für Kinder mit Asthma und anderen bleibenden Krankheiten sollen besondere Massnahmen mit dem Hausarzt abgesprochen werden.

Alleine lebende alte und kranke Menschen unterstützen

Besonders gefährdet sind Menschen über 80 Jahre oder Kranke, die alleine leben. Als Angehörige, Bekannte und Nachbarn kannst du diese unterstützen. Sorge dafür, dass täglich mindestens eine Person anruft oder einen Besuch macht. Besprich mit der Person, wie sie sich vor der Hitze schützen kann. Erledige Einkäufe und falls nötig Gartenarbeiten und ähnliches für besonders gefährdete Personen. Sorge dafür, dass genügend Getränke bereitstehen.

Quelle: Gemeinde Bäretswil / sprechzimmer.ch

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