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Rückblick auf die erste Kunst-Hand-Werk Ausstellung

Bild: zVg
Rund um den Dorfplatz fand am 18. und 19. Juni 2022 die erste Kunst-Hand-Werk-Fanas Ausstellung statt mit ausschliesslich Künstlerinnen und Künstlern, die in Fanas wohnhaft sind. Zehn Kunstschaffende zeigten ihre Werke. Die Vielfalt, nicht nur in der Wahl der Materialien, sondern auch in Stil und Technik ist beachtenswert.

Bei einem Rundgang konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher aus Fanas, der näheren und weiteren Umgebung, die Werke in Ruhe betrachten. Steinueli/Ueli Thöny befasst sich seit Jahren mit dem Schleifen von Steinen. Durch das stundenlange Bearbeiten der Steine schafft er wahre Wunderwerke. Auf Grund seiner enormen Kenntnisse in Mineralogie konnte er den Besuchern viel Wissenswertes erzählen. Auch seine mitgebrachten Holz- und Wurzelstücke, bei denen er mit wenigen Veränderungen die Charakteristik hervor hebt, fanden Beachtung. Verena Planta: Ihre grossen, farbenfrohen Quilts waren ein Anziehungspunkt im Garten. Sie zeigte Quilts mit traditionellen Mustern und in zarten Farben, aber auch Selbstentworfene in kräftigen Farbtönen, welche eine dreidimensionale Wirkung hervor bingen. Gleich nebenan konnte man die textilen Preziosen von Tina Bühler bestaunen. Sie verwandelt mit feinem Gespür fürs Detail ihre Alltagsbegleiter zu kleinen Kunstwerken. Mit verschiedenen Materialien erschafft Andy Hartmann eine interessante Vielfalt von Bildern. Diverse Motive aus Fanas, der Natur, Allegorien und Phantasiebilder zeigen eine Auswahl seines Schaffens. Verbindliches Element ist sein meisterlicher Umgang mit der Perspektive. Reto Nussios grossformatige Bilder von Steinbock, Hirsch, Kuh und Natur beeindrucken. Die mit Acryl gemalten Tiere scheinen einem direkt anzuschauen und sind sehr detailgetreu wieder gegeben. Das kommt nicht von ungefähr, Reto Nussio verbringt viele Stunden beim Beobachten der Tiere in der Natur. So kommt er zum Beispiel den Steinböcken sehr nahe und kann daher die Charaktere kunstvoll umsetzten. Aus der grossen Vielfalt von Joe Propsts professionellen Fotographien waren vier mit Fanaser Motiven zu sehen. Meisterliche Momentaufnahmen, wie der Blitz über dem Kirchturm oder die stimmungsvolle Fotographie vom winterlichen Fanas, fanden bei den Besuchern Anklang. Die farbenfrohen und aus pflanzengefärbter Seide geflochtenen Bänder werden von Babs Noll hergestellt. Mit einer alten, japanischen Technik können unendlich viele Variationen geflochten werden. Daneben konnten auch die zarten Stickereien bewundert werden. Als Gegensatz zu diesen feinen textilen Arbeiten waren die, ebenfalls von Babs Noll, in Stein gehauenen Skulpturen ausgestellt. In eine ganz besondere Welt entführt Marie-Christine Kaufmann. Ihre Künstlerpuppen sind jede für sich ein Kunstwerk und stellen ganz unterschiedliche Charaktere dar. In sehr vielen und aufwändigen Teilschritten werden die einzelnen Körperteile in Porzellan gegossen. Alle Gelenke sind beweglich und die liebevoll hergestellten Bekleidungen machen aus jeder Puppe ein Unikat. Die grossformatigen Acrylbilder von Marlies Klesse waren ein weiterer Blickfang. Neben den drei stimmvollen Bildern mit Klusmotiven konnte man auch zart hingehauchte Wiesenbilder entdecken. Aus drei Fenster blickten einem mit grosser Sensibilität gemalte Kinderporträts an, welche das Thema Fürsorge zum Inhalt haben. Das vielfältige Schaffen von Marlies Klesse kam auch in ihren Aquarellbildern zum Ausdruck. Die Faszination der Klus und der Natur rund um Fanas kam auch bei Simon Garlands Bilder zum Ausdruck. Eher kleinformatig zaubert er mit Aquarell und Tusche auf speziellem Glanzpapier einzigartige Bilder. Zurückhaltend in der Farbgebung entwickeln seine Bilder eine eigene Kraft. Dass Simon Garland auch in Grossformat wirkungsvoll bemalte Objekte kreieren kann, zeigen seine mit Pastellkreide bemalte Papierrollen. Eine Auswahl der Werke können unter babsnoll.ch bis zum 10. Juli angeschaut werden.

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Babs Noll und Marlies Klesse