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Der grosse Pumptrack entsteht

Bild: Lio Pinardi/Ladina Steinmann
Am Mittwoch 6. Juli, war es endlich soweit: In Landquart wurden die ersten Schaufeln in den Boden gerammt, denn neben dem Spielplatz Kreuzwiese entsteht in den nächsten Monaten der Landquarter Pumptrack. Dieser unterscheidet ich vor allem von der Grösse her von den anderen in der Region stark. Da an diesem Tag die Kinder vom Ferienpass bei uns zu Gast waren, um ein wenig Zeitungsluft zu schnuppern, haben wir sie das Interview mit Gemeinderat Martin Heim gleich selber führen lassen. Hier finden Sie die Fragen, die Carmen Müller, Lukas Joos, Sina Müller und Philip Joos am meisten unter den Fingern gebrannt haben. Die Fotos zum Interview hat Lio Pinardi geschossen.

Philip Joos: Wie seid ihr auf die Idee zum Pumptrack gekommen?
Ich habe die Jugendarbeit auch unter mir und dort war schon länger das Thema, dass die Jugendlichen etwas Eigenes haben wollen. Da viele in der Gegend bereits Pumptracks gebaut haben, kam natürlich die Idee auf, auch selber in Landquart einen zu realisieren.

Philip Joos. Bild: Lio Pinardi/Ladina Steinmann

Philip Joos: Welche Fahrzeuge dürfen auf dem Pumptrack fahren?
Skateboards, Inlineskates, Scooter, Bikes und BMX.

Carmen Müller: Warum ist ein Pumptrack so wellig?
Man geht dort drauf mit einem Kickboard beispielsweise. Dann kann man einmal angeben und die Wellen richtig schön durchziehen. Das Ziel ist, dass man nicht immer von vorne angeben muss, sondern dass man den Anlauf mitnehmen kann und das Ganze direkt durchfahren.

Carmen Müller. Bild: Lio Pinardi/Ladina Steinmann

Carmen Müller: Wie viele Hügel hat so ein Pumptrack?
Auswendig weiss ich es gerade nicht. Dass du schön den Schwung mitnehmen kannst, braucht es aber schon einige. Hier wird es sicher mehr als dreissig Hügel geben.

Lukas Joos: Was kostet so ein Pumptrack?
Das Gesamtprojekt beinhaltet Vieles. Da gehören neben dem Pumptrack die Arbeiten rundherum dazu, man muss es angliedern, es entsteht ein Unterstand mit Beleuchtung. Dann gibt es noch eine Streetworkanlage, ein WC plus auch noch einen Trinkbrunnen. Das ganze Projekt beläuft sich auf 750 000 Franken. Der Pumptrack alleine kostet 247 000 Franken.

Lukas Joos. Bild: Lio Pinardi/Ladina Steinmann

Lukas Joos: Wie viel Material braucht es für den Pumptrack?
Das ist jeweils sehr unterschiedlich. Wir schauen, dass wir alles, was wir hier entnehmen, auch wieder hier verbauen können. Sonst braucht es natürlich Beton, Metall, Holz und Kies. Insgesamt werden dann etwa 150 Tonnen Asphalt für den Pumptrack gebraucht.

Sina Müller: Warum gibt’s Pumptracks überhaupt?
Ihr kennt es sicher selber, wenn ihr irgendwo rausgeht, seid ihr mit dem Kickboard oder den Skates unterwegs. Somit hat Velosolutions eine Marktlücke entdeckt und inzwischen bauen sie ja Pumptracks auf der ganzen Welt. Dadurch, dass es viele anderen Gemeinden auch haben, kam bei uns auch der Wunsch auf, in Landquart einen eigenen Pumptrack zu bauen. Da wir eine der grössten Gemeinden hier in der Gegend sind, kann es ja nicht sein, dass unsere Leute in die anderen Gemeinden ausweichen müssen.

Sina Müller. Bild: Lio Pinardi/Ladina Steinmann

Sina Müller: Habt ihr auch noch andere Projekte?
Ja, Projektideen haben wir natürlich viele. Als Gemeinde sowie-so. Wir in dieser Grösse mit bald 10 000 Einwohnern müssen allgemein schauen, was wir für die Bevölkerung anbieten können. Ein «Park da Movements» ist beispielsweise angedacht. Das ist so ein Bewegungspark, bei dem auch ältere Leute an unterschiedlichen Stationen Sport treiben können. Wir hoffen, dass wir so etwas in naher Zukunft in Landquart realisieren können.

Lio Pinardi. Bild: Lio Pinardi/Ladina Steinmann
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Christian Imhof