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Eröffnungskonzert der Volksmusik-Ferienwoche

Bewährte Lehrpersonen eröffnen die 31. Volksmusik-Ferienwoche mit einem Ständchen (v.l.n.r. Ruedi Bircher, Domenic Janett, Simon Dettwiler und Andrea Thöny).
Bewährte Lehrpersonen eröffnen die 31. Volksmusik-Ferienwoche mit einem Ständchen (v.l.n.r. Ruedi Bircher, Domenic Janett, Simon Dettwiler und Andrea Thöny). Bild: zVg
Am 10. Juli fand im Hotel Rhätia in St. Antönien das Eröffnungskonzert der 31. Volksmusik-Ferienwoche statt. Dabei zeigten einige der Musiklehrpersonen für die verschiedenen Instrumente ihr Können. Das angekündigte «kleine Ständchen» erwies sich als veritables Konzert der Spitzenklasse.

Alex Brembilla, welcher sich für diese Ferienwoche vor allem für die Öffentlichkeitsarbeit engagiert, begrüsste die rund 80 volksmusikbegeisterten Lernwilligen und stellte die acht Klassenlehrpersonen, sowie die für die Organisation Mit-Verantwortlichen Ernst Flütsch und Martin Widmer vor.

Nun sind die Kursteilnehmer:innen diese Woche dabei, ihr Können auf ihren Instrumenten zu verfeinern. An den Stubeten, welche jeweils abends in den verschiedenen Gastwirtschaftsbetrieben in St. Antönien stattfinden, sind bereits unter der Woche erste Kostproben zu geniessen.

Das grosse «Finale» bildet dann das Schlusskonzert im Schulhaus in St. Antönien am Freitag, 15. Juli um 15.00 Uhr, wobei die Klänge der Alphornbläser:innen bereits um 14.30 Uhr auf dem Schulhausplatz zu geniessen sind. Anlässlich des Eröffnungs-Apéros hatte ich Gelegenheit, Alex Brembilla einige Fragen zu stellen.

Ein grosser Schriftzug im Zentrum von St. Antönien weist auf diesen Anlass hin. Bild: zVg

Zunächst interessierte mich, welche Beziehung Alex persönlich zur Volksmusik hat, oder zur Musik im Allgemeinen?
Die Volksmusik ist meine Lieblingsmusik. Mit dieser bin ich aufgewachsen. Sie kann lüpfig, fröhlich aber auch melancholisch sein. Ich höre aber auch gerne Klassische Musik, Blasmusik und Schlager. Kurz, alles, was Melodie hat.

Hier hat uns Alex etwas unterschlagen: er zeichnet nämlich auch verantwortlich für diverse Kirchenkonzerte in St. Antönien, so zum Beispiel am letzten Samstag mit dem Violoncello-Konzert mit François Barro. – Nun, was ist deine Motivation, sich für diesen Anlass zu engagieren?
Die Volksmusik-Ferienwoche ist ein langjähriges touristisches und kulturelles Angebot, zu dem wir Sorge tragen müssen. Meine Frau Maya und ich hatten diesen Event während unserer Zeit bei St. Antönien Tourismus und zusammen mit Ernst Flütsch, Regula Strobel und später mit Martin Widmer und mit den Gastgebern, den Hoteliers, weiter betreut. Und nicht zuletzt trägt auch die Gemeinde, wo der Tourismus heute eingebettet ist, viel zum guten Gelingen des Anlasses bei.

Viele Volksmusik-Begeisterte warten gespannt auf die Eröffnung. Bild: zVg

Warum findet diese Volksmusik-Ferienwoche ausgerechnet in St. Antönien statt?
St. Antönien war schon immer eine Hochburg der Volksmusik. Dazu braucht es aber auch immer Akteure wie z.B. Ernst Flütsch. Er ist der seinerzeitige Gründer dieser Volksmusik-Ferienwoche. In der Jubiläums-Broschüre zum 25-Jahr-Jubiläum schrieb er folgendes: «Im Jahr 1991 fand im Berghaus Sulzfluh die erste Schwyzerörgeli-Ferienwoche statt. Eine bunte Schar Schwyzerörgeler übte eine Woche in Partnun mit Kursleiter Oswald Schaub. Mittlerweile sind schon über fünfzig dieser Kurse über die Bühne gegangen. Dieser Erfolg motivierte mich als Gastgeber im Berghaus Sulzfluh und damaliger Präsident des örtlichen Kurvereines, die Volksmusik-Ferienwoche ins Leben zu rufen.»

Es ist dem OK bisher immer wieder gelungen, renommierte Kursleiterinnen und Kursleiter zu engagieren. Einer, der von Anfang an dabei war, ist der Kontrabass-Lehrer Andrea Thöny.

Kannst du uns von einem besonderen Erlebnis, einer besonderen Begegnung anlässlich einer solchen Woche erzählen?
Ein persönliches Erlebnis war, als ich im Jahr 2003 auch Teilnehmer war, als wir uns für das Schlusskonzert die Haare rot färbten. Wir waren im alten Hotel Büel untergebracht. Und die Idee dazu hatten die jungen Kursleiterinnen Nadja Räss und Petra Hofer. Es gäbe noch vieles zu erzählen, würde aber den Rahmen dieses Interviews bei weitem sprengen.

Schon bald gab es angeregte Diskussionen und Fachsimpeln war angesagt. Bild: zVg

Was wünschest du dir für diese bevorstehende Volksmusik-Ferienwoche?
Ich wünsche den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen schönen und unvergesslichen Aufenthalt mit viel Musik, guten Gesprächen und interessanten Begegnungen, und den Besucherinnen und Besuchern viele schöne beschwingte Stunden beim, wie es so schön heisst, «dini Seel ä chli la bambälä la».

Möchtest du uns noch etwas mitteilen, was wir bisher nicht angesprochen haben?
Ein weiterer Faktor, der nicht in unseren Händen liegt, den wir aber umso mehr schätzen, ist ganz einfach St. Antönien mit seiner einmaligen Naturlandschaft, dort «hinter dem Mond, links», wo unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ein paar Momente dem hektischen Alltag entfliehen und neue Kräfte tanken können. Das Eintauchen in eine andere Welt soll ihnen ermöglichen, ihr Hobby in einer entspannten Atmosphäre auszuüben.

Peter Müller