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Food
18.07.2022

Äpfel schon im Juli?

Der Sommerapfel ist ein Tafelobst.
Der Sommerapfel ist ein Tafelobst. Bild: baumschule-horstmann.de
Ja, es sind die frühreifen Sommeräpfel, die nicht lagerfähig sind, dafür jedoch mit interessanten Geschmacksvarianten bestückt sind.

Der Sommerapfel kann aber auch verkocht werden. Viele Sorten lassen sich für Kuchen verwenden, oder es wird daraus Saft oder Apfelmus. 

Da der Sommerapfel nicht lange gelagert werden kann, sollte man ihn schnell verarbeiten. Er eignet sich daher für unterschiedliche kulinarische Experimente. Wenn es eine üppige Ernte gibt, dann lassen sich die Sommeräpfel als Marmelade, Chutney oder Gelee haltbar machen.

Nicht lange lagerfähig – überzeugen aber

Der Erntezeitpunkt der Sommeräpfel liegt deutlich vor Herbst- und Winteräpfel. In der Regel kann man sie schon Anfang Juli ernten. Wenn die Ernte Mitte September abgeschlossen wird, ist es immer noch eine Frühäpfelsorte.

Sie sind zwar nicht lagerfähig, dafür überzeugen sie mit einer grossen geschmacklichen Vielfalt durch unterschiedliche fruchtige Noten, die teilweise sogar an exotische Früchte erinnern. So gibt es welche, die leicht nach Zimt schmecken.

Betreffend der Lagerfähigkeit ist es so, dass sie rechtzeitig gepflückt und kühl gelagert wenige Wochen aufbewahrt werden können.

Die ersten Äpfel sind nicht lange lagerfähig, doch vielseitig verwendbar. Bild: Pixabay

Noch nicht reif pflücken

Es empfielt sich, die Äpfel zu pflücken, wenn sie noch nicht ganz reif sind, denn sie reifen problemlos im Lager nach und mit der Saftprobe kann die Genussreife festgestellt werden. Wenn der Apfel durchschnitten wird, dann treten bei den beiden Anschnitten womöglich Saftperlen aus, die einen süsslichen Geschmack haben. Zu diesem Zeitpunkt hat der Apfel den idealen Reifegrad.

Wichtig ist, dass sie mit Trennern gelagert werden, dadurch haben die Frühäpfel Abstand zueinander und so kann das ausströmende Reifegas gemindert werden. Auch in ausgedienten Eierkartons sind sie gut lagerbar.

Malus – pfirsichroter Sommerapfel. Bild: Pixabay

Klassisch oder wie ein Pfirsich

  • Ein klassischer Sommerapfel ist die Sorte «Klara», die jedoch auch ihre Schwächen hat. Sie wird rasch mehlig.
  • Auf den Klara-Apfel folgt der Augustapfel. Er hat festes Fruchtfleisch, ist sehr ertragreich, schmeckt leicht weinsäuerlich und wird von August bis September geerntet.
  • Der Helios erträgt auch späten Frost, ist süss mit einer leichten Säure und wird auch von August bis September geerntet.
  • Der pfirsichrote Sommerapfel erinnert an einen mit seiner Schale an einen reifen Pfirsich. Er ist sehr ertragreich, saftig, süss und hat eine angenehme Säure.
  • Der rote Astrachan wird auch schnell mehlig, ist für raue Lagen geeignet, schmeckt saftig säuerlich und wird im August geerntet.

 

Farblich ein Highlight

Neugezüchtete Sorten zielen vorwiegend auf eine frühe Reifezeit. Wenn sie vor der vollen Reife geerntet werden, dann entwickeln sie oft noch ein intensiveres Aroma als am Baum.

Weitere Frühsorten sind der:

  • Astramel, süss-sauer, aromatisch, festes Fruchtfleisch.
  • Jamba, säuerlich, saftig, bevorzugt milde Lagen.
  • Prios, säuerlich, festes Fruchtfleisch.

Daneben gibt es noch unzählige Sorten, die zum Beispiel durch ihres rötliche Fruchtfleisch auf dem Tisch optisch ein Highlight sind.

vilan24/Patricia Rutz/Goldküste24/Höfe24&March24