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Schlusskonzert der 31. Volksmusik-Ferienwoche

Alphornklänge auf dem Schulhausplatz in St. Antönien.
Alphornklänge auf dem Schulhausplatz in St. Antönien. Bild: Peter Müller
Während rund einer Woche haben die beinahe 80 Teil­nehmer:innen an dieser Veranstaltung zusammen mit ihren Musiklehrpersonen geübt und ihr Können auf den diversen Instrumenten oder ihre eigene Stimme verfeinert. Das Gelernte und vor­allem das Zusammenspiel oder der Gesang in grösseren Formationen, konnte eine grosse Besucherzahl anlässlich des Schlusskonzerts im Schulhaus St. Antönien begeistern und geniessen lassen. Schade nur, dass diesem geschriebenen Text keine Töne beigefügt werden können!

Ich nutzte die Gelegenheit und besuchte die verschiedenen Kursgruppen während der Woche beim Üben. Mit viel Eifer wurden die einzelnen Passagen einstudiert und wiederholt und die Kurslehrpersonen standen mit Rat und ihrer Erfahrung zur Verfügung. Aber auch das gesellschaftliche und gemütliche Zusammensein war wichtig, was auch anlässlich des Grill-Plauschs am Mittwoch und an den allabendlichen Stubeten in den verschiedenen Gastwirtschaftsbetrieben in St. Antönien deutlich zum Ausdruck gelangte. So war ich gespannt auf das angekündigte «Finale» am Freitagnachmittag.

Vor dem Schulhaus begeisterten nach dem Konzert die Klänge der Steirischen Harmonika. Bild: Peter Müller

Reichhaltiges Programm

Rund 200 Besucherinnen und Besucher fanden sich zum Abschlusskonzert der Volksmusik-Ferienwoche in St. Antönien ein. Nach den Alphornklängen auf dem Schulhausplatz begaben sich die Leute bald einmal in den Saal, wo sie gespannt auf die Darbietungen der verschiedenen Formationen warteten. Die Gruppe der Alphornbläser:innen eröffnete dieses reichhaltige Programm. Ihr Lehrer, Felix Frank, welcher dieses Jahr zum ersten Mal als Musiklehrperson an dieser Ferienwoche dabei war, konnte die Gruppe offensichtlich auch für nicht ganz einfache Stücke begeistern. Ernst Flütsch, mit seinen drei verschiedenen Hüten – als Mitorganisator, Kursteilnehmer und Moderator – führte mit viel Witz und charmant durch dieses nachmittägliche Musikprogramm. In verschiedenen Zusammensetzungen boten die Kursteilehmer:innen – welche teilweise bereits seit vielen Jahren an diesen Ferienwochen teilnehmen – ein abwechslungsreiches Programm. Seien es die Schwyzerörgelispieler, zusammen mit den Klarinettisten, sei es die Gruppe mit der Steirischen Harmonika, die Kontrabässe oder seien es die Jodlerinnen und Jodler, sie alle verbreiteten ihre Freude an der Volksmusik und diese Begeisterung schwappte auch bald einmal auf die Zuhörerschaft über. Und dass das Gezeigte und Gehörte auch Gefallen fand, zeigte sich jeweils im kräftigen Applaus nach den jeweiligen Darbietungen. Die verschiedenen Trachten der Musikerinnen und Musiker verstärkten den Eindruck eines gelungenen Anlasses auf natürliche Art und Weise.

Zusammenspiel zwischen Klarinette und Schwyzerörgeli. Bild: Peter Müller

Die 32. Ausgabe kann kommen

Seitens des Organisationskomitees war es Alex Brembilla vorbehalten, dieses Schlusskonzert mit dem Dank an die Musiklehrpersonen, an die Kursbesucher:innen und auch an die Zuhörerschaft abzuschliessen. Leider konnte seine Frau Maya, welche dieses OK während vielen Jahren leitete, aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. – Auf alle Fälle ein gelungener Anlass – und die Aussicht auf den Beginn der 32. Volksmusik-Ferienwoche am 9. Juli 2023 begleitet viele Volksmusik-Freunde durch die kommende Zeit. Im Vorraum des Saales wurde danach noch geplaudert und vor allem wurde noch das eine oder andere kulinarische Souvenir in Form von Partnuner Alpkäse, Hauswurst, Salsiz oder feinen Backwaren für zuhause erworben.

Nach dem Konzert hatte ich noch Gelegenheit mit zwei Kurslehrpersonen einige Worte zu wechseln. Interessant waren ihre Aussagen auf meine Frage wie sie diese Kurswoche als «Neuling», respektive altbewährte Lehrkraft erlebt haben. Felix Frank (Alphorn neu): «Nicht nur die Alphornbläser – nein, alle Volksmusik-Begeisterten sind eine grosse Familie. Die Stimmung anlässlich dieser Ferienwoche war grossartig und es machte riesig Freude mit diesen Leuten zu üben und gemeinsam zu musizieren. Für mich eröffneten sich auch Gelegenheiten, um mit anderen Instrumenten zusammen neue Möglichkeiten des Musizierens zu entdecken. Dieses gemeinsame Musizieren macht auch den Teilnehmer:innen viel Freude, so dass sich alle bereits wieder für’s nächste Jahr angemeldet haben.»

Domenic Janett: «Zu Beginn meiner Tätigkeit als Musiklehrperson in St. Antönien formierten wir noch kleinere Gruppierungen, mit zwei, vielleicht drei Klarinettenspielern.
Da es sich hier nicht um professionelle Musiker handelte, war bei den Konzerten viel Zurückhaltung zu verspüren. Nun spielen wir in grossen Formationen, was dem Einzelnen viel mehr Freiheit gibt und ihn viel weniger bloss stellt. Es macht riesig Freude mit diesen vielen Volksmusik-Freunden zusammenzuarbeiten und ich freue mich bereits aufs nächste Jahr.»

Peter Müller