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Zürcher Jugendliche im Einsatz für den Wald

Zürcher Jugendliche aus Dürnten mit grossem Elan im Luzeinerwald.
Zürcher Jugendliche aus Dürnten mit grossem Elan im Luzeinerwald. Bild: M. Pfammatter
Das Prättigau hat bei diesen Jugendlichen der Sekundarschule Tann-Dürnten ZH bestimmt bleibenden Eindruck hinterlassen. Bei strahlendem Sonnenschein, aber auch bei Nebel und Regen hat die Klasse während einer Woche im Luzeinerwald gearbeitet. Dabei lernten die Schüler: innen, wie man einen Wildschutzzaun baut, weshalb Bäume gefällt werden und den Umgang mit Pickel und Schaufel zwecks Wegunterhalt.

Angeleitet wurden sie von Mitarbeitenden der Bildungswerkstatt Bergwald, einer Umweltbildungsorganisation mit Sitz in Thun. Die pädagogisch ausgebildeten Forstleute arbeiten an verschiedenen Arbeitsplätzen zusammen mit den Jugendlichen. So wie auch im Wald bei Cavidura, wo die Jugendlichen mit Pickel, Säge und Widehopfhaue einen alten Begehungsweg verbreiterten, sodass die Forstgruppe nun mit dem Quad zum Arbeitseinsatz fahren kann, anstatt einen langen Fussmarsch zu absolvieren.

Grosse Motivation

An einem weiteren Arbeitsplatz hinter Pravis hievten die Jugendlichen abwechselnd mit ganzem Körpereinsatz die Zaunpfahlramme in die Höhe. Stück für Stück versenkten sie so die drei Meter langen Kastanienpfähle des Wildschutzzauns im Boden. Mike Schletti von der Bildungswerkstatt Bergwald leitete die Jugendlichen auf dem Arbeitsplatz an und ist begeistert von ihrem Einsatz. «Obwohl sich die Jugendlichen solch strenge körperliche Arbeit nicht gewohnt sind, haben sie eine enorme Motivation an den Tag gelegt.» Selbst Burtel Juon, Förster beim Forstbetrieb Madrisa, rühmte die Jugendlichen am Mittwochabend in der Unterkunft. Er sei beeindruckt, wie gut sie trotz ihrer jungen Jahre anpacken könnten. Er erzählte den Jugendlichen ausserdem mehr über die Besonderheiten der Region und über die Aufgaben und Organisation des Forstbetriebs Madrisa.

Mit Axt und Säge

Auf dem dritten Arbeitsplatz im Bawald von Luzein fällten die Jugendlichen vom Förster markierte Bäume mit Axt und Hobelzahnsäge von Hand. Damit erhalten zukunftsträchtige Baumarten wie Bergahorn und Eiche mehr Raum und Licht und stärken den Wald in seiner Schutzfunktion. «Am Ende des Tages zu sehen, was wir alles geleistet haben, macht mich richtig stolz», resümiert Ben (15) den Tag im Wald. Und so werden die Jugendlichen hoffentlich auch noch Jahre später an das Prättigau und die Tage im Wald zurückdenken.

Pressedienst