Die Stärkung der Startup-Szene gehört zu den Schwerpunktzielen der St. Galler Regierung. Sie möchte damit die Standortattraktivität und die Innovationskraft des Kantons erhöhen. Unter anderem wurde dafür ein Kredit von zehn Millionen Franken bereitgestellt.
Ein weiteres Thema in der Verwaltung ist die Digitalisierung staatlicher Serviceleistungen. Dabei werden immer mehr Dienststellen einbezogen. So entwickelt das Amt für Handelsregister und Notariate zusammen mit dem Seco sowie den Kantonen Luzern und Zürich ein neues Onlineportal, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.
Diese beiden Schwerpunkte führen unter anderem zum neuen Angebot eines digitalen Gründungsschalters für Jungunternehmen. Damit werde der gesamte Prozess einer Firmengründung "digital, zeit- und ortsunabhängig abgewickelt". Das Angebot vereine "schweizweit erstmals alle wesentlichen Schritte".
Nicht mehr zur Gemeinde
Die für den Start einer Firma benötigten Dokumente würden gesetzeskonform durch Fachpersonen erstellt, Unterschriften erfolgten digital, die Eingaben ans Handelsregisteramt könnten digital übermittelt werden. Der Gang zum Notariat oder zur Gemeindeverwaltung werde damit überflüssig.
Basis für all diese Angebote ist ein neues Online-Portal (startupguide.sg.ch). Es wird im Auftrag des Kantons vom Institut für Jungunternehmen (IFJ) in St. Gallen umgesetzt und betreut.
Auf dem Portal gebe es Tools, mit denen Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Geschäftsmodelle ausarbeiten und überprüfen könnten. Es sei auch möglich, dort Businesspläne zu erstellen. Weiter gibt es konkrete Beispiele und Tipps, sowie weitere Informationen, etwa über die Aufbauphasen neuer Unternehmen.