Aufgrund des schlechten Wetters konnten am Montag in Samedan praktisch keine Flugzeuge starten oder landen, obwohl der Flughafen seit 2019 über ein satellitengestütztes System verfügt. Dieses erhöht die Sicherheit und Erreichbarkeit und ermöglicht eigentlich auch bei schwierigen Wetterbedingungen Starts und Landungen.
"Seit vergangenem Freitag ist das satellitengestützte Anflug- und Abflugsystem aus Sicherheitsgründen im Zusammenhang mit dem WEF nicht nutzbar", erklärte Christian Gorfer, Sprecher des Engadin Airport, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Flugverkehr unterliegt Einschränkungen und strengen Kontrollen durch die Schweizer Luftwaffe, die auch im Engadin stationiert ist. Nur wer über eine Registrierungsnummer mit genauer Ankunftszeit verfügt, darf in Samedan starten und landen.
Laut Gorfer ist die Woche des WEF "die ruhigste des ganzen Winters". Nur wenige Gäste des Weltwirtschaftsforums entscheiden sich für den Engadiner Flughafen, auch wegen der Entfernung zwischen Samedan und Davos. Die beiden Orte sind durch Alpenpässe getrennt. Auch die Fahrt durch den Vereina-Tunnel benötigt einiges an Zeit.
600 Starts und Landungen im Februar
Die ruhige Woche während des WEF ist eine Besonderheit für den Flughafen, der während der Feiertage und den Ferien im Februar zahlreiche Ankünfte verzeichnet. "Im Dezember werden durchschnittlich 400 Starts und Landungen von Jets registriert. Im verkehrsreichsten Monat, dem Februar, sind es 600", fuhr Gorfer fort und relativierte diese Zahlen: "Das sind etwa zehn Jets pro Tag. In Zürich wird die gleiche Anzahl weniger als in einer halben Stunde registriert."