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Kanton
09.12.2020

Das Konvikt in Chur ist bezogen

Foto: Ingo Rasp
Foto: Ingo Rasp Bild: Ingo Rasp
Die Instandsetzungsarbeiten am Konvikt in Chur sind abgeschlossen. Am 25. Oktober 2020 wurde der Betrieb an der Arosastrasse 32 wieder aufgenommen.

Das vom Amt für Höhere Bildung betriebene Konvikt in Chur ist eine wichtige pädagogische Institution für Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus den Talschaften Graubündens, die Chur beziehungsweise die Bündner Kantonsschule als Ausbildungsort wählen. Das Konvikt bietet rund 100 Bewohnerinnen und Bewohnern ein zweites Zuhause. Dort werden sie professionell betreut und in die Gestaltung des Konviktalltags miteinbezogen. Die Schülerinnen und Schüler profitieren ebenso von einem sinnvollen Freizeitangebot. Zum Angebot gehört von Sonntag bis Freitag eine 24-Stunden-Betreuung.

Instandsetzung nach 50 Betriebsjahren

Das Konvikt ist eines der markantesten Gebäude der Stadt Chur. Es liegt eingebettet in den Hang zwischen der alten Schanfiggerstrasse und der Arosastrasse unmittelbar über dem Campus der Bündner Kantonsschule. Das Gebäude des Architekten Otto Glaus wurde 1968 fertiggestellt und gehört zu den herausragenden Bauten der Nachkriegsmoderne in Graubünden. Der baukulturelle Wert des Wohnheims ist bedeutend und als Zeitzeuge seiner Entstehung sowie in seiner Kraft und Ausdrucksstärke als Sichtbetonbau erhaltenswert. Nach rund 50 Betriebsjahren zeigte sich das Gebäude innen und aussen in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Der nicht mehr zeitgemässe Standard erforderte eine umfassende Instandsetzung. Aus einem Gesamtleistungswettbewerb wurde das Team um die Generalunternehmung Implenia Schweiz AG mit der Umsetzung beauftragt. Das Gesamtprojekt inklusive des Provisoriums kostet 31 Millionen Franken.

Alte Qualität in neuem Glanz

Mit der Instandsetzung wird die Nutzung des Gebäudes für weitere Jahrzehnte gewährleistet. Dank umsichtiger Planung und der Begleitung durch die Denkmalpflege konnte das Gebäude modernisiert und den heutigen Ansprüchen angepasst werden. Das Gesamtprojekt umfasst die Erneuerung und Instandsetzung der Gebäudehülle, den Ersatz der gesamten Haustechnik, die Erneuerung des Innenausbaus und die Anpassung der Infrastrukturen an die geltenden gesetzlichen Anforderungen in verschiedenen Bereichen. Die grösste räumliche und betriebliche Anpassung erfolgte in der Küche. Durch die Synergienutzung zwischen der Mensa der Kantonsschule und dem Konvikt konnte die Kücheninfrastruktur stark verkleinert werden. Das Gebäude zeigt sich in neuem Glanz, während die hohen Innen- und Aussenraumqualitäten erhalten werden konnten.

Erste Nacht im Konvikt

Für die Phase der baulichen Sanierung wurde auf dem Areal westlich des Schulhauses Cleric ein Unterkunftsprovisorium erstellt. Der Betrieb wurde für die gesamte Sanierungszeit ausgelagert. Nach knapp dreijähriger Planungs- und Bauzeit erfolgte der Bezug des sanierten Konvikts Mitte Oktober dieses Jahres. Am 25. Oktober verbrachten die Bewohnerinnen und Bewohner ihre erste Nacht im frisch erneuerten Konvikt.

Zurzeit werden die Umgebungsarbeiten noch abgeschlossen. Die offizielle Einweihungsfeier ist im Frühjahr 2021 vorgesehen.

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pd