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28.12.2020

UKW-Ausstieg bis Januar 2023

DAB-Radios ermöglichen einen rauschfreien, klaren Empfang (Bild: zVg) Bild: PD
Der Umstieg von UKW auf DAB+ hat einen weiteren Schritt genommen: Verschiedene Akteure haben beschlossen, dass die SRG im August 2022, Private bis Januar 2023 umschalten.

Die Verbände Schweizer Privatradios (VSP), Union Romande des Radios Régionales (RRR), Union nichtgewinnorientierte Lokalradios (Unikom) und die SRG haben den Terminen für einen UKW-Ausstieg zugestimmt.

SRG nimmt ihre UKW-Sender im August 2022 vom Netz

Im Sommer habe die Arbeitsgruppe «Digitale Migration» (AG DigiMig) ein Planungspapier ausgearbeitet. Die SRG nehme ihre UKW-Sender im August 2022 ausser Betrieb, «um den kommerziellen Veranstaltern den Umstieg zu erleichtern», wie das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Montag mitteilte. Spätestens im Januar 2023 sollten danach die privaten Radiostationen ihre UKW-Sender vom Netz nehmen.

Dem hätten alle Mitglieder der Verbände mehrheitlich zugestimmt.

Autoradios mit UKW-Empfang bleiben dann stumm

Was bedeutet das für die Radiohörer? Dass ihre alten Radiogeräte, die nur terrestrisch ausgestrahlte analoge Funkwellen empfangen, ausgedient haben. Keine Ultrakurzwellen, kein Empfang. Besonders schlecht für alle Autolenker, die ein Car mit Originalradio fahren, das älter als etwa zehn Jahre ist. Denn ohne die Neuanschaffung eines DAB+ Autoradios bleiben die Lautsprecher stumm. Vor allem werden mit dem alten UKW-Radio die wichtigen über das UKW-Autoradio bisher Verkehrsfunkmeldungen nicht mehr empfangbar sein.

Die Arbeitsgruppe «Digitale Migration» existiert seit Frühjahr 2013. Darin sind das Bakom, der Verband Schweizer Privatradios, die Union Romande des Radios Régionales, die Union nichtgewinnorientierter Lokalradios (Unikom), die SRG und die DAB+-Netzbetreiber.

Alle Radiosender verbreiten schon heute ihre Radioprogramme parallel zu UKW auch über DAB+. Mehr als die Hälfte der 125 DAB+-Radioprogramme seien ausschliesslich digital empfangbar.

pd/stz./gmh