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07.01.2021
07.01.2021 11:01 Uhr

Hochkarätiger Zuwachs für den Kulturplatz Davos

Kulturmanagerin und Dramaturgin Ute Haferburg Bild: Yanik Bürkli.
Der für Dezember geplanten Eröffnung machte Corona vorerst einen Strich durch die Rech­ nung und die Türen des neuen Kulturplatzes müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Dafür kann der Kulturplatz Davos hoch erfreut prominenten und kompetenten personellen Zu­ wachs vermelden. Ab Januar führt eine hauptamtliche Geschäftsstelle um die erfolgreiche Kulturmanagerin und Dramaturgin Ute Haferburg den Betrieb rund um den Kulturplatz am neugestalteten Arkadenplatz.

Ute Haferburg ist der Theaterwelt als Dramaturgin für Oper und Schauspiel bekannt und hat als Künstlerische und geschäftsführende Direktorin zwei Ko-Produktionshäuser erfolgreich geleitet. 2001 bis 2008 verantwortete sie in Ko-Leitung die Gründung sowie den Aufbau des Gare du Nord in Basel. Bis Juli 2020 wirkte sie zehn Jahre am Theater Chur und ist mit dem Kunst- und Kulturschaffen und den diversen Szenen bestens vertraut. So hat sie die jüngsten Entwicklungen in der Kulturförderung Graubündens wie beispielsweise das Entstehen einer Kulturstrategie für den Kanton aktiv begleitet. Mit diesem beruflichen Hintergrund und ih­ ren Erfahrungen im Netzwerkmanagement sowie in Gründungsprozessen von neuen Kul­ turakteuren und -plätzen übernimmt Ute Haferburg ab Januar 2021 die Geschäftsführung des neuen Vereins Kulturplatz Davos, der am Arkadenplatz einen Veranstaltungsort gleichen Namens betreibt. Als aktive Theaterfrau bleibt sie projektweise auch freiberuflich als Pro­ duktionsdramaturgin bei nationalen sowie internationalen Produktionen tätig.

Konkrete Pläne und Ideen für die neue Aufgabe in Davos hat die versierte Kulturmanagerin bereits: «Der Aufbau des neuen Kulturplatz Davos ist ein spannendes partizipatives Pionier­ projekt. Ganz im Sinne der ersten Davoser Kulturstrategie 'Davos fördert Kultur und Kultur fördert Davos' möchte ich mit meiner geschäftsführenden Arbeit die engagierte Träger­ schaft darin unterstützen, den Kulturplatz mit integriertem Kultursekretariat der Gemeinde als vernetzenden Hotspot der kulturellen Vielfalt in Davos zu etablieren: Der Kulturplatz Da­ vos soll eine kreative Plattform werden für Partnerschaften, Kooperationen, Dialoge und Vernetzungen mit den vielschichtigen 'Kulturplayern' der Stadt, im Kanton und über die Bündner Grenzen hinaus. Bewährte und neue Kulturformate wie Kino, Kleintheater, Musik, diskursive, partizipative und andere Projekte finden ihre neue Heimat unter den Arkaden und im öffentlichen Raum.»

Das Team in der neuen Geschäftsstelle wird ferner ergänzt mit Sabine Hess. Die aus dem Aargau stammende Kirchenmusikerin und Sachbearbeiterin Finanz- und Rechnungswesen weist berufliche Stationen in der Hochschulverwaltung, als Customer Relationship Manage­ rin für Ticketing, Administration und Finanzen beim Sinfonieorchester Basel vor und ver­ antwortete zuletzt die Administration und Kommunikation beim Origen Festival Cultural in Riom.

Freude bei Verein und Gemeinde

Beim Vereinsvorstand ist die Freude über die neuen Mitarbeiterinnen und die vielverspre­ chende Zusammenarbeit gross: «Dass wir zwei so kompetente, ausgewiesene und begeiste­ rungsfähige Kulturmacherinnen für unsere Sache in Davos gewinnen konnten, ist ein Glücksfall und ein tolles Zeichen, dass Davos auch als Kulturort attraktiv ist und in Zukunft noch attraktiver werden kann», begrüsst Präsidentin Anka Topp die beiden Frauen. Ins glei­ che Horn bläst auch der neue Präsident der Kulturkommission der Gemeinde, Landammann Philipp Wilhelm. Auch er ist über die beiden hochkarätigen Zuzüge höchst erfreut. Denn ne­ ben der Geschäftsführung rund um den Kulturplatz wird gemäss Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde auch die Führung ihres Kultursekretariats zu den Aufgaben des neuen Teams gehören.

Ab Januar sind Ute Haferburg und Sabine Hess im Büro in den neuen Räumlichkeiten am Ar­ kadenplatz anzutreffen. Fürs Erste gilt es, die verschobene Eröffnung zu organisieren, den neuen Verein voranzutreiben, das neue Kulturhaus heimelig zu machen, dem kommenden Programm Akzente und Formate zu geben und eben: die Förderung des Davoser Kulturle­ bens zu organisieren. 2021- das Jahr eins des Kulturplatz Davos - ist geprägt von Aufbau und zusammenführen; so gilt es im Laufe des Jahres auch die Fusion mit der Kunstgesellschaft Davos zu gestalten. Und das im Sinne für das grosse Ganze: Der Davoser Kulturstrategie und dem Credo «Davos fördert Kultur und Kultur fördert Davos».

pd