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Leichtathletikanlage soll saniert werden

Die Leichtathletikanlagen in Landquart sollen für knapp 2,9 Millionen Franken komplett erneuert werden. Bild: zVg
Die einzige Leichtathletikanlage in Nordbünden, welche sich in Landquart befindet, soll gesamterneuert werden. Am 18. Februar entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die entsprechende Vorlage und den dazugehörigen Kredit von 2,89 Millionen Franken.

Die Leichtathletikanlage Landquart im Gebiet Ried ist die einzige in Nordbünden, weshalb diese auch vom Kanton und der Stadt Chur mitbenützt und mitfinanziert wird. Mittlerweile ist die In--
frastruktur in die Jahre gekommen und erfüllt die Anforderungen sowohl für regionale wie auch nationale Wettkämpfe nicht mehr oder nur noch in Teilbereichen. In Landquart werden regelmässig grössere Leichtathletik- und Mehrkampfmeetings mit nationaler Ausstrahlung durchgeführt.

Stadt Chur macht mit

Der Gemeindevorstand von Landquart hat seine Gedanken zur Zukunft der Leichtathletikanlage im Zusammenhang mit dem Projekt Sporthalle Ried deshalb intensiviert. Zudem ist die Stadt Chur, welcher ein Standort für eine solche Anlage fehlt, an die Gemeinde Landquart gelangt, um eine mögliche Zusammenarbeit zu prüfen. Mit der Beteiligung an einer vorgehenden Konzeptstudie signalisiere die Stadt Chur, sich an der Sanierung der Leichtathletikanlage zu beteiligen, hält der Gemeindevorstand zum geplanten Projekt fest. Weitere Gelder stünden aus dem Kantonalen Sportanlagenkonzept (KASAK) in Aussicht.

Anlage homologieren

Um die aktuellen Anforderungen und Vorgaben zu erfüllen, müssen die bestehenden Anlagen komplett zurückgebaut und neu erstellt werden. Die Flutlichtanlagen sollen ebenfalls ersetzt und den heutigen Standards – auch hinsichtlich Lichtverschmutzung – angepasst werden. Die umgestaltete und normierte 400-Meter-Laufbahn wird neu sechs Bahnen und einen angepassten Radius von 36,5 Meter aufweisen, wodurch sie homologiert und für grössere Wettkämpfe genutzt werden kann. So auch die Rasenfläche, auf welcher nebst Fussball Speerwurf, Diskus und weitere polysportiven Disziplinen möglich sein werden. Das vorliegende Anlagenlayout könne in Absprache mit den Vereinen und Fachverbänden unter Einhaltung der Gesamtkosten noch optimiert und angepasst werden, hält der Gemeindevorstand weiter fest. 

Am Anlagenplan können in Absprache mit den Vereinen und Fachverbänden noch Anpassungen erfolgen. Bild: zVg

Synergien nutzen

Verschiedene Räumlichkeiten und Anlageteile sollen in Kombination mit der Sporthalle Ried benutzt werden. So zum Beispiel die Mannschafts- und Schiedsrichtergarderoben oder der Aussengeräteraum. Je nach Anlass und Saison können zudem Synergien mit der Dreifach-Turnhalle und deren Infrastruktur genutzt werden. «Das Clubhaus des FC Landquart und das Parkplatzangebot können nach dem Umbau – abgesehen von Grossanlässen – unverändert weiterbenutzt werden», stellt der Gemeindevorstand in Aussicht.

Kosten und Finanzierung

Die Investitionskosten belaufen sich gemäss revidierter Konzeptstudie auf 2,89 Millionen Franken. Davon übernehmen die Stadt Chur 750 000 Franken und der Kanton 963 000 Franken. Für die Gemeinde Landquart verbleiben somit Restkosten von 1,177 Millionen Franken. Die jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten werden insgesamt auf 80 000 Franken, im Bereich Leichtathletik auf 35 000 Franken geschätzt. An letzteren beteiligt sich die Stadt Chur mit 38,9 Prozent beziehungsweise 13 615 Franken. Der Entscheid für die Vorlage und den Kredit fällt, wie eingangs erwähnt, am 18. Februar zusammen mit der Vorlage für die Neugestaltung des Dorfplatzes Igis.

ms