Home Region In-/Ausland Sport Agenda Magazin
Schiers
10.02.2021

Felsnase verunsichert Verkehrsteilnehmer

Diese Felsnase im Fuchsenwinkel sorgt bei einigen Verkehrsteilnehmern für Unbehagen. Eine Gefahr geht von ihr laut Kantonalem Tiefbauamt aber nicht aus. (Foto: zVg) Bild: zVg
Eine Felsnase im Fuchsenwinkel verunsichert Verkehrsteilnehmer und Fussgänger auf der alten Prättigauerstrasse. Der Kanton gibt Entwarnung.

Oberhalb der alten Prättigauerstrasse im Fuchsenwinkel befindet sich eine überhängende Felsnase, welche die Verkehrsteilnehmer und Fussgänger aufgrund der auf diesem Streckenabschnitt herunterfallenden Steine verunsichert. Dem Kantonalen Tiefbauamt ist dieser Ort bekannt, wie Mediensprecherin Naja Wielath auf Anfrage bestätigt. Der Strassenabschnitt im Fuchsenwinkel sei schon vor Jahren geologisch untersucht und beurteilt worden. «Aufgrund dieser Abklärungen und der Empfindlichkeit des Langsamverkehrs gegen Steinschlag wurden verschiedene Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit getroffen. Vor rund fünf Jahren investierte das Tiefbauamt Graubünden mehr als eine Million Franken im Fuchsenwinkel für die Sicherheit. Es wurden Fels abgetragen, ein Netzvorhang mit Fallraum und Auffangmauer erstellt sowie mit einer neuen Lehnenbrücke der Sicherheitsabstand vom Fahrbahnrand zum Fuss des Felsens vergrössert.»

Felsnase überprüft

Die erwähnte Felsnase sei damals ebenfalls kontrolliert worden. «Sie besteht aus recht kompakten Kalkbänken. Darauf stehende dicke Bäume wurden entfernt, um zu verhindern, dass der Felsverband durch im Sturm schwankende Bäume aufgelockert werden kann. Die Felsnase ist aufgrund einer aktuellen geologischen Beurteilung immer noch stabil und ist nicht absturzgefährdet», versichert Wielath weiter.

Minimes Restrisiko

Während warmen und nassen Wetterverhältnissen würden in den schiefrigen Felswänden ab und zu Steine gelöst im Randbereich und auf die Strasse fallen – so auch neben der Felsnase. Dabei handle es sich in der Regel um kleine Steine, und die Trefferwahrscheinlichkeit für den spärlichen Verkehr sei sehr gering. «Um auch den Absturz solcher kleinen Steinschläge so weit wie möglich zu verhindern, werden die Felswände im Fuchsenwinkel periodisch von losen Steinen gesäubert und laufend durch das Tiefbauamt beobachtet und in Steinschlagprotokollen die Ereignisse festgehalten um sicherzustellen, dass bei einem entstehenden Sicherheitsdefizit allenfalls weitere Massnahmen geprüft und ausgelöst werden können. Somit ist das Risiko auf diesem Abschnitt nicht höher als auf anderen vergleichbaren Strassenabschnitten im unserem Gebirgskanton», erklärt Wielath abschliessend.

M. Schnell