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Trimmis
16.02.2021

KVA prüft jetzt auch Radioaktivität

In der Kehrichtverbrennungsanlage Trimmis wird seit 1. Januar nach radioaktiven Abfällen «gefahndet». (Foto: M. Schnell)
In der Kehrichtverbrennungsanlage Trimmis wird seit 1. Januar nach radioaktiven Abfällen «gefahndet». (Foto: M. Schnell) Bild: M. Schnell
Im Rahmen der neuen Strahlenschutzverordnung prüft die Kehrichtverbrennungsanlage Trimmis (Gevag) seit 1. Januar neu eine mögliche Radioaktivität von Abfällen.

Betriebe, welche Materialien und Abfälle zur Verwertung und Entsorgung entgegennehmen, sind seit 1. Januar 2021 verpflichtet, diese mit geeigneten Überwachungsverfahren auf das Vorhandensein herrenloser radioaktiver Materialien zu überprüfen und beim Auffinden solcher Materialien an geeigneter Stelle zu sichern. Dazu gehört auch die Kehrichtverbrennungsanlage der öffentlich-rechtlichen Anstalt für Abfallentsorgung (Gevag) in Trimmis.

Ortung und Entsorgung

Wie Gevag-Geschäftsführer François Boone gegenüber dem P&H bestätigte, habe man im Eingangsbereich eine entsprechende Detektor-Anlage montiert und in Betrieb genommen. Werde auf einer Fahrzeugladung radioaktives Material festgestellt, kippe man den entsprechenden Bereich aus und lokalisiere den betroffenen Abfall mittels Handmessgerät. «Danach wird bestimmt, um welches Nuklid es sich handelt. Unproblematische Nuklide können der Verbrennung zugeführt werden; solche mit höheren Halbwertszeiten müssen in einem Spezialschrank zwischengelagert werden, um dann von der zuständigen Bundesstelle abgeholt und entsorgt zu werden», fasst Boone zusammen. Als Beispiele für radioaktive Abfälle nennt er medizinische Abfälle, Uhren- und Weckerzifferblätter oder die Sensoren älterer Brandmelder.

M. Schnell