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Freizeit
16.02.2021

Digitale Buch-Clubs liegen im Trend

US-Schauspielerin Reese Witherspoon hat vor längerer Zeit einen Buchclub gegründet. Bild: zvg
Jane Austen, feministische Literatur, «Romane, die du schon gelesen haben solltest» – Wer gerne liest, findet auf der Website «Meetup» einen Buch-Club für jedes mögliche Thema.

Online-Literaturkreise florieren: Schauspielerin Emma Roberts hat ebenso einen gegründet wie Tennisspielerin und Literatur-Fan Andrea Petkovic. Das hat nicht zuletzt mit der Pandemie zu tun, in der es an Freizeitmöglichkeiten mangelt.

Yumi Downie-Blackwell leitet einen Buch-Club auf «Meetup». Er hat inzwischen über 4'000 Mitglieder. Mit ein paar anderen ruft die 37-Jährige einmal wöchentlich zur Stunde auf, die nur zum Lesen da sein soll: Netflix verboten. Die Gruppe besteht seit 2015 und trifft sich in der Pandemie beim Onlinedienst Discord.

«Manchmal höre ich über meine Gruppe: Das ist die grösste Sammlung von Introvertierten, die ich je gesehen habe», sagt sie. «Aber auch die, die am liebsten zu Hause alleine Bücher lesen, brauchen neue Reize und Kontakt.»

Buch-Clubs wie Sand am Meer

Dafür kann man sich auch bei Instagram umschauen, zum Beispiel auf dem Profil von Tennisspielerin Andrea Petkovic. Während sie in Quarantäne vor den Australien Open ist, plaudert sie im Bad ihres Hotelzimmers mit Grünen-Chef Robert Habeck über sein Buch. Mit Sibylle Berg tauscht sie sich über das Leben ausserhalb der Komfortzone aus, von Benjamin von Stuckrad-Barre erfährt sie, wie es ist, konstant in einem Hotel zu leben.

Auch die Schauspielerinnen Reese Witherspoon, Emma Watson und Emma Roberts haben Buch-Clubs gegründet. Witherspoon hat mit «Reese's Book Club» eine eigene App dafür, Roberts präsentiert mit einer Freundin auf Instagram Interviews mit Schriftstellerinnen und kuratierte Leselisten. Vor kurzem war dort die US-Schriftstellerin Joan Didion angesagt, ebenso im Buch-Club vom Topmodel Kaia Gerber.

Unlängst hat die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, angekündigt, ihre Biografie in einer Version für junge Leser herauszubringen – mit dem Hinweis, dass es vielleicht eine Gelegenheit sei, um einen Buch-Club für junge Menschen zu gründen.

sda