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Kanton
11.03.2021
11.03.2021 15:18 Uhr

Neue Ausstellung im Museum Engiadinais

ME_Preziosen_Textilienausstellung Bild: zVg
Zahlreiche Schätze aus der 4000 Objekte umfassenden Sammlung des Museums schlummerten bis anhin noch im Depot. Denn Ihre Präsentation ist wie beispielsweise bei den lichtempfindlichen Textilien oder kostbarem Schmuck aufwändig. Doch nun zeigen sie sich seit kurzem in ihrer ganzen Pracht und Schönheit. An den Tagen der offenen Tür an Ostern ist die Bevölkerung bei freiem Eintritt herzlich eingeladen, die neue Ausstellung zu entdecken.

Die neu geschaffenen Schausammlungen erlauben eine Entdeckungsreise in die Fülle des materiellen Kulturerbes: reich bestickte Textilien, kostbarer Schmuck, handwerklich hochstehende Pfeifen und Tabakdosen, seltene Wanduhren, Keramikgeschirr, mit Schnitzereien verzierte Alltagsobjekte und vieles mehr. Eine Sonderstellung nimmt das kostbarste Objekt des Museums ein: eine Traversflöte des berühmten Instrumentenbauers Rippert in Paris aus der Zeit um 1695. Zwei Hörproben machen den schönen Klang der restaurierten Flöte aus Buchsbaumholz und Elfenbein erlebbar.

Im Zentrum steht die ästhetisch hochwertig inszenierte Präsentation von Tischund Bettwäsche sowie Bekleidung und Accessoires aus Engadiner Familien. Typisch für Graubünden sind Kreuzstichmuster, deren Motive teilweise über Generationen nachgestickt werden. Für Festtagsbekleidung und Rituale wie die Taufe entstehen besonders reich verzierte Seidenstickereien. Interessant ist auch das Thema Schlafen. Zu sehen sind ein bunt bestickter Bettvorhang für das Himmelbett oder ein Prunkleintuch, das beispielsweise für Wochenbettbesucher aus der Aussteuertruhe geholt wird.

Ein Tablet-Guide, der jedem Besucher gratis zur Verfügung steht, bietet vertiefende Informationen und weiteres Ton-und Bildmaterial in den vier Landessprachen und in Englisch an. Die Schausammlungen vollenden die Neuinszenierung des Engadiner Museums, die Ende 2016 mit der Wiedereröffnung des Museums nach einer umfassenden Sanierung begann. Dazu gehören die einzigartigen historischen Zimmer mit ihren kompletten Innenausstattungen aus mehr als 500 Jahren. Des Weiteren wird die Geschichte des Museums, seines Gründers Riet Campell und seines Architekten Nicolaus Hartmann jun. sowie der romanischen Sprache thematisiert – unter anderem mit zahlreichen Hörproben. Ein herrschaftlicher Veranstaltungsraum rundet das Angebot ab.

  • ME_Preziosen_Wandvitrinen Bild: zVg
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  • Museum_engiadinais_Preziosen_Bettvorhang_Detail Bild: zVg
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  • ME_Fallhaube Bild: zVg
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Begleitprogramm Sommersaison:

Verschiedene Vorträge und ein Konzert ergänzen die Schau, siehe Ausstellungsflyer.

Info

Von der Fallhaube zum Wetzsteinköcher – Preziosen aus der Sammlung Campell
Ausstellung im Museum Engiadinais / Engadiner Museum St. Moritz
Seit 1. März 2021

Tage der offenen Tür

Ostersamstag und Ostersonntag, 3. und 4. April, 14-18 Uhr
Eintritt frei
www.museum-engiadinais.ch
bis 20. April, täglich ausser Dienstag 14-18 Uhr
Alle Osterfeiertage geöffnet
Sommer: 20. Mai – 20. Oktober, täglich ausser Dienstag 10-18 Uhr

Bilder

- Ein Schubladenkorpus birgt die lichtempfindlichen Textilien aus dem Engadin
- Die kleinen Preziosen sind kunstvoll in Wandvitrinen inszeniert
- Detail aus einem reich bestickten, fast vier Meter langen Himmelbettvorhang, datiert 1753
- Eine Fallhaube für Kinder, 18. Jahrhundert

Andere Sujets auf Wunsch gerne lieferbar


 

 

pd