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Zizers
20.03.2021

Wie weiter nach Schloss-Nein?

Das Schloss Zizers wird künftig nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Das Schloss Zizers wird künftig nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Bild: M. Schnell
Vor zwei Wochen haben die Zizerser der geplanten Verlegung der Gemeinde­verwaltung ins Schloss Zizers mit 620 zu 723 Stimmen den Riegel geschoben. Gemeindepräsident Peter Lang analysiert das Ergebnis und blickt vorwärts.

P&H: Woran könnte das durchaus interessante Projekt Ihrer Meinung nach gescheitert sein?
Peter Lang: Die verschiedenen Flyer der Parteien (CVP/BDP/SVP) enthielten teilweise unkorrekte Angaben, die in die Irre führten. Ein weiterer Grund könnte die Absenkung im Bereich des Torbogens gewesen sein, welche mit der Integration der Verwaltung in Verbindung gebracht wurde. Diese Absenkung wird aber so oder so erfolgen. Vorstellbar sind nebst dem Preis zudem gewisse Eigeninteressen im Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung und dem möglichen Standort eines neuen Rathauses sowie persönliche Abrechnungen mit meiner Funktion als Gemeindepräsident.

Welche Alternativlösungen gibt es bezüglich Umsiedlung der Gemeindeverwaltung?
Das weitere Vorgehen ist noch nicht bestimmt. Mit der Mitnutzung des Schlosses wurde uns eine einmalige Chance angeboten, welche wir nutzen wollten. Leider hat die Mehrheit diese Möglichkeit, das historische Schloss und den Schlosspark der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, nicht erkannt. Ich bin der Meinung, dass es bei diesem Vorhaben nur einen Verlierer gibt, und das sind die Bewohner der Gemeinde Zizers. Durch die Mitnutzung der Gemeinde hätte auch die Öffentlichkeit an der historischen und geschichtsträchtigen Liegenschaft teilhaben können – vom Weinkeller bis zur Parkmitnutzung. Dieser Zug ist nun abgefahren. In einigen Jahren dürften wir diesen Entscheid wohl noch bereuen.

Hat das Nein einen Einfluss auf das Projekt der Investoren oder dessen ­Finanzierung?
Nein, überhaupt nicht.

ms