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«EssBar» beim Werkhof eröffnet

Nun ist auch die «EssBar» im Werkhof Landquart eröffnet. Bild: zVg
Anfang März hat der Frauenverein Igis (FVI) im historischen «Wäschhüsli» mitten in Igis die erste «EssBar» eröffnet. Wie angekündigt ist nun am 1. April auch die Pforte zu jener im Werkhof in Landquart aufgestossen worden.

In der «EssBar» werden kostenlos Lebensmittel angeboten, bei welchen das Verkaufsdatum abgelaufen ist, noch nicht aber das Verbrauchsdatum. Zur Verfügung gestellt werden die Lebensmittel von verschiedenen Grossverteilern im Raum Landquart, aber auch von kleineren Läden (P&H vom 3. März 2021). «Die EssBar hat schnell Anklang gefunden», stellt die Projektleiterin Ursina Nützi erfreut fest. Weniger erfreulich sei jedoch, dass sich Hamsterer mit Taschen voller Lebensmittel eindecken würden, was natürlich nicht dem eigentlichen Sinn und Zweck der EssBar entspreche, schliesslich sollten die Läden ja weiterhin unterstützt werden. «Bei der EssBar geht es in erster Linie darum, Lebensmittel vor der Verschwendung zu retten. Es dürfen gerne Bedürftige vorbeikommen, aber auch alle andern Leute sind bei uns herzlich willkommen.»

Madame Frigo

Inzwischen ist ausserdem das Projekt «Madame Frigo» angelaufen (www.madamefrigo.ch). Dabei können Privatpersonen ihre «Resten» vorbeibringen, denn rund 28 Prozent der Lebensmittel, welche zwischen Anbaufeld und Teller verlorengehen, fallen in Privathaushalten an. Selbstverständlich sind bei der Anlieferung von Lebensmitteln in den öffentlichen Kühlschrank einige Punkte zu beachten: So müssen diese noch original verpackt sein und das Verbrauchsdatum darf nicht abgelaufen sein. Nicht erlaubt sind Fisch, Fleisch sowie alkoholhaltige Getränke oder gekochte Speisen. Genauere Infos finden sich auf der Website des FVI: www.fvigis.ch.

Freiwillige Helfer

Jede Woche helfen an die 20 Personen mit, dass Lebensmittel den Weg auf den Teller, statt in die Tonne finden. «Wir sind immer auf der Suche nach freiwilligen Helfern», so Ursina Nützi. Sie erteilt über E-Mail essbar@fvigis.ch gerne nähere Auskunft.

H. Wyss