Home Region In-/Ausland Sport Agenda Magazin
Schiers
20.04.2021

Halbzeit bei Sanierung Wanderweg Perfier

Koni Frey (ganz rechts) und seine Mithelfer verbreitern den Waldweg. Bild: C. Imhof
Im März hat die Gemeinde Schiers mit der Sanierung des Wanderwegs begonnen. Nach der Sicherheitsholzerei und Aufräumarbeiten wird der populäre Weg jetzt breiter angelegt und aus diesem Grund auch sicherer gemacht. Da die Arbeiter mit Pickel und Schaufeln inzwischen die Hälfte des Weges überarbeitet haben, hat P&H ihnen am vergangenen Donnerstag einen Besuch abgestattet.

Von der Oberen Au bis rüber ins Dorf führt ein Wanderweg mit verbindendem Charakter durch den Wald. Für Förster Thomas Löffel ist der Weg oberhalb von Schiers weit mehr als bloss ein Trampelpfad. Er soll zum bedeutenden Verbindungsweg für Fussgänger ins Dorf werden. Um dies zu schaffen, sind einige Sicherheitsvorkehrungen, wie eine Verbreiterung des Weges oder eben auch die Sicherheitsholzerei nötig geworden (P&H berichtete).

Ein Hoch auf die Biodiversität

60 bis 70 Zentimeter breit werde der Weg durchschnittlich, damit man auch auf ihm kreuzen könne, erklärte Löffel beim Aufstieg. Da das Gelände relativ steil gelegen ist, sei es praktisch unmöglich die gefällten Holzstämme vernünftig zu bergen und zu verarbeiten. Darum blieben diese liegen und verwandeln sich mit der Zeit in «Insektenhotels». So könne man mit wenig Aufwand viel für die Biodiversität tun und die Natur regle dann mit Geduld den Rest. Auch sonst entsteht vor Ort aktuell ein paradiesischer Ort für Mensch und Tier. Nicht nur Krabbeltiere finden oberhalb von Schiers ein neues zuhause, gesammelte Steine werden zusammengelegt und bieten so Schutz für Reptilien. Dank der Nussbäume am Sonnenhang könnten zudem früher oder später die Eichhörnchen wieder hervorgelockt werden und die Besucher aller Altersklassen begeistern.

Harte Arbeit wird geschätzt

Damit alle das Stück Natur wirklich geniessen können und die Rutschgefahr minimiert wird, braucht es noch viel Arbeit. Wanderwegarbeiter Koni Frey und seine Gehilfen von der Stiftung Öko Job schufteten hart für dieses Ziel. Inzwischen sind sie mit Schaufel, Pickel und Motorsäge bei der Hälfte des Weges angekommen und erleichtert, dass das Wetter in letzter Zeit auch mitgespielt hat. Auch wenn sie vom herrlichen Panorama während der Arbeit wenig mitbekommen, spürt man, dass sie gerne hier für das Gemeinwohl anpacken. Das Arbeiten an der frischen Luft setzt ungeahnte Energien frei und man merkt, dass sie lieber hier als in einer Fabrik Gas geben. Ihre harte Arbeit wird geschätzt, denn die passierenden Spaziergänger finden allesamt nur lobende Worte für den verbindenden Weg, der zum Verweilen einlädt.

Ein verbindender Weg

In der Mitte des ein Kilometer langen Weges ist laut Thomas Löffel eine spezielle Sitzgelegenheit geplant. Auch sonst denkt der Waldfachmann momentan über diverse Projekte nach, die den Panoramaweg noch attraktiver machen könnten. Es könnte beispielsweise gut sein, dass die Gemeinde noch spezielle Bäume anpflanzen und vielleicht sogar mal mit Baumpaten arbeiten wird. Doch das sei noch ein wenig Zukunftsmusik, so der Förster. Wichtig sei, dass die Bewohner von Schiers einander näher kämen. Auf den Herbst, quasi zum Finale, werden die Schierserinnen und Schierser eingeladen, mit eigener Muskelkraft und Engagement den Weg und dessen Umgebung fertig zu gestalten.

C. Imhof