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Schiers
21.04.2021
22.04.2021 10:40 Uhr

Monika Senti: «Der Prätti-Fisch ist der beste, den es gibt!»

Bild: zVg.
Ab dem 1. Mai geht sie offiziell los: Die Fischereisaison. Im Prättigau mussten die Fischerinnen und Fischer aber nicht ganz so lange warten und konnten bereits im Februar ihre Ruten in die Landquart werfen. Warum hier die Saison früher begonnen hat, wie es um den Fischereinachwuchs steht und vieles mehr, könnt ihr hier im Interview mit Monika Senti, Präsidentin Fischereiverein Vorderprättigau nachlesen.

Wie lange fischen sie schon selbst?
Schon lange, ich glaube ich habe 1993 mein erstes Fischereipatent gelöst.
Als Kind begleitete ich meinen Vater wann immer möglich ans Gewässer, leider gab es damals noch nicht die Möglichkeit für Kinder zum Mitangeln mit einer 2. Angelrute.

Am 1. Mai gehts das Fischen los, doch in der Landquart war es schon am 1. Februar erlaubt. Konnten es die Prättigauer Fischer nicht länger aushalten?
Nein, als Fischer mit Leib und Seele erträgt man keinen Unterbruch! Spass bei Seite. Der Fischereiverein Vorderprättigau reichte im 2015 den Antrag an die Delegiertenversammlung ein, die Teilstrecke der Landquart von Arieschbach bis Clusfall per 01. Februar zu öffnen, mit der Begründung, dass am 1. Mai bereits die Schneeschmelze eingesetzt hat, welche die Fischerei im vorderen Teil der Landquart für etwa 2 Monate praktisch verunmöglicht. Der Schaniela-, Furner- und Taschinasbach führen in der Regel schmutziges Hochwasser aus den Seitentälern. Mit wenigen Gegenstimmen wurde dieser Antrag angenommen.

«Einem Jungfischer/Anfänger empfehle ich sein Glück am Doggiloch-See oder Pläviggin-See zu versuchen. »
Monika Senti, Präsidentin Fischereiverein Vorderprättigau

Auch wenn Fischer ihre besten Plätze nicht gerne verraten, wo im Prättigau fangt man auch als Anfänger was?
Ja, das ist kein Anglerlatein, die besten Plätze muss man selber finden.
Einem Jungfischer/Anfänger empfehle ich sein Glück am Doggiloch-See oder Pläviggin-See zu versuchen. Dort trifft man immer zahlreiche Fischer unter anderem auch viele junge Fischer an, die auch sicher gerne mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stehen. Die Bachfischerei ist – meine Meinung- für die Anfänge etwas anspruchsvoller.

Ihr Verein zählt 70 Mitglieder. Ist die Begeisterung für das Fischen wieder grösser geworden, durch den Umstand, dass niemand gross verreisen kann im Moment?
Als kleine Berichtigung, zur Zeit zählt unser Verein plus/minus (leider nur) 60 Mitglieder.

Die Begeisterung der Fischerei hat bestimmt durch die COVID-Zeit wieder Aufwind erhalten, auch haben einige ihr früheres Hobby wieder neu entdeckt. Ich denke dies wird auch die Statistik des AJF bestätigen.

Wie steht es bei euch im Verein um den Nachwuchs?
Nun ja, es könnte besser sein. Auch für den FVVP ist die Akquirierung von Jungfischern ein Problem. Obschon ein Jungfischer bis zum 17. Lebensjahr keine Beitragsgebühren zu entrichten hat. Was der wirkliche Grund ist, kann ich leider auch nicht genau sagen. Doch wir bemühen uns unermüdlich neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen.

Bild: zVg.

Was macht Fischen für Sie so magisch? 
Das ist in Worten wirklich schwierig zu fassen. Wenn die Angelrute beim Biss des Fisches zuckt, fühlt sich die Spannung für mich an wie ein Strom-/Adrenalinstoss. Die Erwartung/Hoffnung auf den grossen Lebensfang oder einfach ein schöner Fisch überlistet zu haben, überwältig mich immer wieder. Natürlich auch der Ausgleich zum Alltag, die Erlebnisse und Begegnungen in der Natur - einfach unbeschreiblich.

Was ist ihr liebstes Fischgericht?
Selbstverständlich eine frisch gefangene Bachforelle in der Bratpfanne!

Wie nachhaltig ist der Prättigauer Fisch?
Das ist der beste Fisch, den es gibt!
Für mich ist der Prätti-Fisch gesund und natürlich.  Ich hoffe das dies auch so bleibt und die Fischpopulation im Prättigau keine Schäden durch Umweltverschmutzung oder sonstige unachtsamen Einflüsse der Menschheit nimmt.

Mehr Informationen zum Fischereiverein Vorderprättigau finden Sie unter 
www.fischereiverein-vorderprättigau.ch

Christian Imhof