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Kanton
30.04.2021
30.04.2021 08:53 Uhr

Ryan Michl: «Wir haben in Chur Fuss gefasst.»

Bild: zVg.
Gemeinsam mit Andi Biedermann betreibt der Schaaner Ryan Michl in Chur das Tonstudio Tonbox. Dies seit mehr als drei Jahren und zudem noch ziemlich erfolgreich. Warum es den Liechtensteiner in die Bündner Hauptstadt verschlagen hat, wie er überhaupt zur Musik gefunden hat und welche Pläne die beiden Musikproduzenten aktuell schmieden, lest ihr hier.

Was war deine erste Berührung mit Musik?
Schwere Frage... Da ich wie jedes Kind in der Primarschule Flöten spielen musste, ist die eine Möglichkeit. Eine andere ist, dass ich zwar nicht aus einem musikalischem Haushalt komme, aber dennoch viel Musik gehört wurde. Dies hat bei mir bereits als Junge das Interesse an der Musik geweckt.

Wann hat sich das intensiviert?
Intensiviert hat sich mein Interesse für Musik und deren Produktion als Jugendlicher. Zur selben Zeit konnte ich mich auch immer mehr für Technik und elektronische Musik begeistern. Die Idee selber am Computer Musik zu machen und zu bearbeiten gefiel mir sehr. Zu dieser Zeit habe ich angefangen aufzulegen und anschließend rudimentär Musik zu produzieren. Seitdem bin ich so zu sagen immer tiefer «down the rabbit hole» gegangen und habe mich immer mehr mit der Materie befasst. Dies führte mich schlussendlich zu meinem Studium als Tontechniker.

Du warst auch in einer Guggenmusik aktiv. Wie schwer war es für dich, dass dort dieses Jahr wenig passierte?
Dieses Jahr wäre ich das erste Mal wieder als «Gast» an der Fasnacht gewesen. Ich finde es sehr schade das die Fasnacht dieses Jahr ausfallen musste. Ich wäre gerne gegangen und es hätte mich sehr gefreut alle meine bekannten Guggerinnen und Gugger bei ihren Auftritten beim Spielen zu hören.

«Also unter dem Strich war es ein Glückstreffer. Wir haben nach Studio-Räumlichkeiten gesucht und schlussendlich die Ausschreibung eines «Studio Neubaus» entdeckt und sind dann bei diesem Projekt eingestiegen.»
Ryan Michl

Mit Andi Biedermann zusammen führst du ein Studio in Chur. Was hat dich dort hin verschlagen? Also unter dem Strich war es ein Glückstreffer. Wir haben nach Studio-Räumlichkeiten gesucht und schlussendlich die Ausschreibung eines «Studio Neubaus» entdeckt und sind dann bei diesem Projekt eingestiegen. Für uns ist es damit auch leichter ein grösseres Gebiet abzudecken und uns in mehreren Szenen zu bewegen.

Wie gut seid ihr von den Bündnern aufgenommen worden?
Ich würde sagen gut. Wir haben viele tolle Bekanntschaften machen dürfen und mit vielen talentierten Bündnern arbeiten können. Natürlich ist es am Anfang immer etwas schwieriger, wenn man neu ist. Jedoch sind wir jetzt nicht mehr «the new kids on the block» und haben Fuss gefasst.

An welchen Projekten arbeitet ihr aktuell?
Zurzeit arbeiten wir mit jungen Nachwuchstalenten aus der Region, welche voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal veröffentlicht werden. Ausserdem arbeiten wir an diversen Band und anderen Projekten, welche aber noch nicht spruchreif sind.

In welchem Stil fühlst du dich als Musiker und Produzent am meisten zuhause?
Ich fühle mich in einem breiten Spektrum zuhause. Von Rock bis hin zu House ist da alles dabei. Wenn ich mit anderen oder für andere Musik mache gibt es da keine Grenzen. Was ich aber noch dazu sagen kann ist, dass ich zurzeit den Mix von elektronischer Musik und «analoger Musik» spannend finde. Für mich selbst produziere ich überwiegend einen Mix aus Deep-House und Techno.

Wann veröffentlichst du mal Solomaterial? Oder produzierst du lieber für Andere?
Das Eine schliesst das Andere nicht aus. Im Moment finde ich Freude daran, mich musikalisch auszuleben und in vielen Styles mit Anderen tätig zu sein. Solomaterial plane ich jedoch auch dieses Jahr zu veröffentlichen. In Vorbereitung darauf arbeite ich an einem Drehbuch für Musikvideos die mein Konzept beim Release unterstützen sollen.

Christian Imhof