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Kanton
01.09.2021

In vielerlei Hinsicht für Graubünden von Bedeutung

Drei Präsidenten ein Ziel. Ein gutes ESF 2026 organisieren. Urs Marti (v.l.), Stadtpräsident Chur, Carl Frischknecht, Präsident BSV und Martin Candinas, Präsident ESF 20206.
Drei Präsidenten ein Ziel. Ein gutes ESF 2026 organisieren. Urs Marti (v.l.), Stadtpräsident Chur, Carl Frischknecht, Präsident BSV und Martin Candinas, Präsident ESF 20206. Bild: Gion Nutegn Stgier
In fünf Jahren ist es so weit: Dann findet in Chur und Umgebung das Eidgenössische Schützenfest statt. Die Organisatoren rechnen mit der Teilnahme von rund 40 000 Schützinnen und Schützen. Zudem erwarten sie 100 000 Besucherinnen und Besucher, die sich diesen Grossanlass nicht entgehen lassen wollen. Als Hauptschiessstand und als Festzentrum wird die bestehende Schiessanlage «Rossboden» in Chur genutzt.

«Mit dem Eidgenössische Schützenfest 2026 (ESF 2026) verbinden wir Passion und Tradition. Wir werden ein nachhaltiges und unvergessliches Schützenfest 2026 organisieren, das als umweltverträglicher Grossanlass von der Bevölkerung aktiv wahrgenommen wird. Wir wollen ein Volksfest organisieren, das uns allen in bester Erinnerung bleibt», sagte ESF-2026-OK-Präsident und Nationalrat Martin Candinas vor Kurzem an einer Medienkonferenz auf dem Churer Rossboden und fügte hinzu: «Das EFS 2026 ist voraussichtlich der grösste Sportanlass im Jahr 2026 in Chur und in ganz Graubünden.»

Der Grossanlass wird vom OK des Vereins Eidgenössisches Schützenfest 2026 Chur/Graubünden organisiert. Der leitende Ausschuss dieses OKs setzt sich wie folgt zusammen: OK-Präsident Martin Candinas, Generalsekretär Carl Frischknecht, Abteilungsleiter Finanzen/Marketing André Renggli, Abteilungsleiter Anlässe Lucas Caduff, Abteilungsleiter Schiessen Hubert Tomaschett, Abteilungsleiter Infrastruktur Peter Bänziger und Abteilungsleiterin Personal Esther Hug.

Idealer Austragungsort

Am schweizweit grössten Schiessevent werden Wettkämpfe für Gewehre und Pistolen auf den Distanzen 10, 25, 50, und 300 Meter angeboten. Vorgesehen sind unter anderem das Eröffnungsschiessen, die Eidgenössischen Ständematches, die Schützenkönigs-Ausstiche, ein Auslandschweizer Vereinswettkampf, ein Militärwettkampf sowie ein Jungschützenwettkampf mit Ausstichen.

Dabei soll die Schiessanlage «Rossboden» als Hauptschiessstand genutzt werden. Anlässlich des Grossanlasses hat der Churer Gemeinderat im April letzten Jahres einen Kredit von Brutto 1,7 Millionen Franken zur Sanierung und Aufrüstung der Schiessanlage genehmigt. Darin enthalten ist auch der Ausbau der 10-Meter-Druckluft-Anlage. Zudem wird das Rechen- und Festzentrum auf dem Rossboden-Areal installiert.

Laut Generalsekretär Carl Frischknecht liegt der Churer Rossboden, auf dem auch das Rechen- und Festzentrum zu stehen kommt, mit seiner verkehrstechnischen Nähe zur Autobahn A13 und seinem grossen Parkplatz-Angebot geradezu ideal zu den dezentral liegenden Aussenschiessplätzen. Damit gemeint sind 20 bis 25 weitere Schiessanlagen und Vereine von Fläsch und Küblis über Thusis und Alvaneu bis Versam, die in das ESF 2026 eingebunden werden, um ein möglichst grosses Scheibenangebot sicherzustellen.

14 Millionen

Die Veranstaltung dezentral durchzuführen, basiert zudem auf dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit. Das heisst es werden keine temporären Scheibenanlagen und Bauten errichtet, die zu aufwendigen Rückbauten zwingen. «Investitionen für Temporär-Bauten und deren Rückbau sollen dem Ausbau bestehender Schiessanlagen zugutekommen, die eine sinnvolle Weiternutzung durch die Schützenvereine gewährleisten», erklärte Frischknecht den anwesenden Medien.
Insgesamt wird für die Umsetzung des umweltverträglichen Grossanlasses ein Budget von 14 Millionen Franken benötigt. «Eidgenössische Schützenfeste der letzten Jahre haben gezeigt, dass im Tourismusbereich mit Erträgen in derselben Höhe gerechnet werden kann», sagte André Renggli. Das OK rechne mit 40 000 Schützen, 100 000 Festbesucher und 20 000 Übernachtungen für Chur und Umgebung. Zudem würden viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schützen-festes mit Begleitpersonen und Familienangehörigen anreisen und es sich daher aus Erfahrung nicht nehmen lassen, Graubünden näher kennenzulernen und die Zeit hier zu geniessen.

Höhepunkt des Eidgenössischen Schützenfestes wird laut Organisatoren der «Offizielle Tag sein. Neben dem Festakt, Festbankett und grossen Umzug durch die Stadt Chur würden zahlreiche Restaurants und Bars zum gemütlichen Beisammensein einladen.

Sponsoren und Helfer

«Um das gesamte Budget von 14 Millionen Franken stemmen zu können, sind wir neben Einnahmen aus dem Schiesswesen, Gastrobereich und Merchandising auf Sponsorenbeiträge in der Grössenordnung von zweieinhalb bis drei Millionen Franken angewiesen», führte der Abteilungsleiter Finanzen und Marketing weiter aus. Die Zusagen für die finanzielle und ideelle Unterstützung durch den Kanton Graubünden und die Stadt Chur lägen bereits vor.

Im Weiteren ist sich das OK auch bewusst, dass ein Anlass von dieser Grössenordnung nur mit Unterstützung freiwilliger Helfer auf die Beine zu stellen ist.

«Gemeinsam mit unseren Schützenvereinen werden wir 1500 Helferinnen und Helfer akquirieren müssen.» Diese würden während des 30 Tage dauernden Schützenfestes gemeinsam rund 250 000 Arbeitsstunden im Einsatz sein. «Wir werden zeigen, dass der Schiesssport in Graubünden beliebt und für die Zukunft gut aufgestellt ist», so Generalsekretär Carl Frischknecht.

L. Steinmann