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Prättigau
22.09.2021
21.09.2021 11:21 Uhr

Aus der Naturapotheke: Löwenzahn

«Löwenzahn; überall und für jeden.»
«Löwenzahn; überall und für jeden.» Bild: Milena Rominger
Wir kennen ihn alle; ein unbeliebtes «Unkraut» das überall dort wächst, wo man es nicht haben will. Im Garten reissen wir ihn heraus, auf dem gepflasterten Parkplatz wächst er in den Ritzen – immer wieder muss er entfernt werden. Weil er nicht schön aussieht? Oder wieso eigentlich? Dass der Löwenzahn ein echtes Wundermittel ist, haben viele von uns bestimmt schon einmal gehört. Wie wir ihn uns zu Nutzen machen können, beschreibe ich hier.

Es heisst, dass in jedem Garten (wild) diejenige Pflanze wächst, die der Besitzer des Gartens für seine Gesundheit brauchen kann. Löwenzahn wächst überall. In jedem noch so ungewöhnlichen Ort findet man ihn. Vielleicht weil er sich für die Gesundheit eines jeden Menschen stark machen will, weil er möchte, dass er gesehen und gebraucht wird.

Nicht nur Tierfutter

Löwenzahn haben wir bestimmt alle schon einmal probiert. Der milchige Saft in den Stängeln des Löwenzahns schmeckt so bitter, dass es uns den Mund zusammenzieht. Manch einer von uns mag es wohl nicht so bitter. Doch bei den Kühen, Schafen, Kaninchen und Schildkörten ist der Löwenzahn ein beliebtes Futtermittel. Löwenzahnblätter werden genüsslich verspeist. Wir Menschen können dies auch tun. Die Blätter des Löwenzahns schmecken in einem Salat mit ein wenig Olivenöl und Essig wunderbar und sind ein echter Vitamin-Lieferant. Verglichen mit einem Kopfsalat spendet der Löwenzahn sage und schreibe neunmal so viel Vitamin C und achtmal so viel Calcium. Nicht nur im Salat kann der Löwenzahn frisch gegessen werden, er schmeckt auch getrocknet als Tee oder im frisch gemixten Smoothie.

Ein zähes Wundermittel

Das zähe Wundermittel, das wir in jeder Ritze finden, übergibt seine hartnäckige Beständigkeit dem Menschen der es verwendet. Als allgemeines Stärkungsmittel hilft der Löwenzahn, den geschwächten Köper in seinem Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen und gleichzeitig Giftstoffe auszuscheiden. Einmal täglich eine Tasse getrocknete Löwenzahnblätter getrunken, helfe sogar einen Blutzuckerspiegel im Ungleichgewicht wieder auszugleichen. Der Saft des Löwenzahns hält den Gallensaft dünnflüssig. Damit kann man Gallensteinen vorbeugen. Zusätzlich reinigt er die Leber, steigert die Magensaftsekretion und lindert Bauchkrämpfe. Unglaublich, doch der Löwenzahn wurde in Krebsstudien getestet, wo man herausfand, dass er sogar in der Krebs-Therapie hilfreich ist.

Wie verwendet man ihn?

Brauchen kann man den ganzen Löwenzahn. Vom gelben Blütenkopf bis zur Wurzel, welche aus-
einandergeschnitten und getro-cknet als Tee Verwendung findet. Als Kur trinkt man eine Tasse Löwenzahntee dreimal täglich. Die Blätter der Pflanze können täglich frisch gegessen werden und helfen ihm gesund zu bleiben.

mr