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Nikolina Gansner: «Bilder halten vergangene Erinnerungen lebendig.»

Bild: zVg
Nikolina Gansner hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und ist als selbstständige Fotografin tätig. Dabei hat sich die Igiserin vor allem auf Babybauch- und Newbornshooting sowie auch Geburts-, Wochenbett- und Stillfotografie spezialisiert. Wieso die 31-Jährige diese intimen und stillen Momente besonders reizen, wie sie zur Fotografie gefunden hat und vieles mehr, könnt ihr hier nachlesen.

Wie hast du ursprünglich zum Fotografieren gefunden?
Mit der Geburt meines ersten Kindes und den ersten Handycameras habe ich mich erstmals so richtig austobt.

Von mir selbst gibt es leider nur sehr wenige Bilder als Baby. Umso wichtiger war es mir, dass ich selber wertvolle Erinnerungen in Form von Bildern von meinem eigenen Kind habe. Nicht nur für mich, sondern auch für mein Kind, da Bilder für mich vergangene Erinnerungen lebendig halten.

Wann hast du gemerkt, dass das für dich mehr als ein Hobby ist?
Es hat sich so entwickelt, denn auf einmal wollten Menschen Bilder von mir als Fotografin haben. In den Bildern rund ums Elternwerden und Elternsein habe ich zu meiner Passion gefunden.

Neben Porträts und vielem andern, setzt du auch auf Babyfotografie. Wie ist es dazu gekommen?
Kleine Menschlein haben mich schon immer fasziniert. Ausserdem liebe ich es echte Momente einzufangen und Babys sind immer echt.

Was macht diese ersten Fotos von kleinen Wundern so einzigartig für dich?
Eine Geburt ist Leben, der wichtigste Teil unseres Daseins.

Es stimmt mich traurig, dass die Geburt gesellschaftlich etwas «Schmuddliges» an sich hat. Unser aller Leben begann mit unserer Geburt.

Neugeborene verändern ihr Aussehen innert Minuten das ist wunderschön einzigartig zu erleben und Bilder davon zu haben empfinde ich als unbezahlbar. Auch für die Eltern aber speziell für die Frau sind diese Bilder von unschätzbarem Wert und auch wichtig da sie davon ein Leben lang Kraft schöpfen kann.

Bild: zVg

Inwiefern hat der Umstand, dass du selber Mutter bist deine Art zu fotografieren beeinflusst?
Sehr stark, da mir Bilder meiner Kinder und Familie auch unglaublich wichtig sind.

Als Mutter dreier Kinder habe ich sehr, sehr viel Verständnis sowie auch Geduld und nehme mir viel Zeit für Shootings.

Wie schwierig ist es so intime Momente ins richtige Licht zu rücken?
Es ist eine sehr starke Vertrauenssache. Man muss mit den werdenden Eltern sehr gut harmonieren und sich immer dessen Bewusstsein sein, welch Privileg es ist, an solch einem einzigartigen Ereignis dabei zu sein. Es ist in der Tat intim, aber eine Geburt ist für mich das normalste der Welt.

Nicht das perfekte Licht, sondern der perfekte Moment sind wichtig. Auch sehr wichtig ist es, dass die Gebärende sich wohl fühlt.

Was machst du, wenn ein Baby während eines Shootings zickt?
Dafür sorgen, dass seine Bedürfnisse gestillt werden. Ich kann sehr gut mit Babys und sie mögen mich auch.

Welche Tipps gibst du jungen Fotografinnen und Fotografen mit auf den Weg?
Kenne deinen Wert und tu was du liebst.

Mehr Informationen zu Nikolina findet ihr unter www.nikolinagansner.com.

Christian Imhof