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Luzein - St. Antönien
27.10.2021
27.10.2021 11:18 Uhr

Vortrag über die Hexenjagd in St. Antönien

Um Hexen geständig zu machen, wurde im Mittelalter nicht selten Folter angewendet.
Um Hexen geständig zu machen, wurde im Mittelalter nicht selten Folter angewendet. Bild: Kulturgruppe St. Antönien
Am Freitag, 29. Oktober 2021, hält Holger Finze-Michaelsen um 20 Uhr im Schulhaus St. Antönien einen Vortrag mit Bildern zum Geschehen: «Hexenjagd in St. Antönien – Die Männer und Frauen, die 1655 verfolgt und verbrannt wurden».

Von 1652 bis 1702 wurden, wie in anderen Gebieten Europas zuvor, auch im Prättigau Prozesse gegen Männer und Frauen geführt, denen Hexerei vorgeworfen wurde. Etwa hundert Menschen endeten bei dieser Hexenjagd auf dem Scheiterhaufen. Etliche von ihnen stammten aus St. Antönien. Einer von ihnen ist der Einzige, der schriftliche Aufzeichnungen hinterlassen hat.

Gegen das Vergessen

Holger Finze-Michaelsen, Igis, ist seit 2020 von der Kulturgruppe und der Gemeinde Luzein beauftragt, die Geschichte von St. Antönien zu erforschen und zu dokumentieren. Neben dem Thema «Leben mit Lawinen» sind dabei auch andere Aspekte zutage getreten, die in Vergessenheit geraten sind.

Der Anlass wird organisiert von der Kulturgruppe St. Antönien. Es gilt Zertifikatspflicht.

pd