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03.11.2021

Tag des Lichts 2021: Nachts ist das Unfallrisiko zu Fuss doppelt so hoch

Bild: BFU
Wer in der Dunkelheit zu Fuss unterwegs ist, hat ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie am Tag. Auf dem Velo oder E-Bike ist das Risiko rund 1,5-mal so hoch. Auch das Risiko, bei einem Unfall zu sterben, ist in der Nacht höher. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse einer neuen BFU-Analyse. Eine entscheidende Sicherheitsmassnahme ist es deshalb, seine eigene Sichtbarkeit zu verbessern. Daran erinnert die BFU anlässlich des Tags des Lichts am 4. November.

Sehen und gesehen werden – das ist im Strassenverkehr zentral. Bei Dämmerung und in der Nacht, wenn die Licht- und Sichtverhältnisse eingeschränkt sind, steigt das Unfallrisiko. Für Fussgängerinnen und Fussgänger ist das Risiko, in der Nacht bei einem Unfall verletzt zu werden, pro zurückgelegtem Kilometer gut doppelt so hoch wie am Tag. Auf dem Velo- und E-Bike steigt das Unfallrisiko im Dunkeln auf das Anderthalbfache. In der Nacht besteht zudem ein höheres Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden. Dies sind zentrale Erkenntnisse einer neuen BFU-Analyse.

Eigene Sichtbarkeit wird oft überschätzt

In der Dunkelheit werden Fussgängerinnen und Fussgänger mit hellen Kleidern bereits aus der doppelten Entfernung erkannt, verglichen mit dunkel gekleideten Personen. Noch besser sind Reflektoren, damit wird man bereits aus dreifacher Entfernung erkannt. Werden die Reflektoren an Hand- und Fussgelenken getragen, erhöht sich die Erkennungsdistanz um den Faktor vier bis fünf.

Wer zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs ist, ist sich in der Regel der eigenen Verletzlichkeit bewusst. Viele überschätzen jedoch nachts die eigene Sichtbarkeit und unterschätzen das Unfallrisiko – dementsprechend machen sie sich zu wenig sichtbar. 

Tag des Lichts am 4. November

Die Kampagne der BFU und ihrer Partner in der nationalen Arbeitsgruppe «Sicherheit durch Sichtbarkeit» erinnert in der dunklen Jahreszeit daran, sich im Strassenverkehr sichtbar zu machen. Von mehr Sichtbarkeit profitieren alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Auch wer ein Motorfahrzeug fährt, sollte darauf achten, etwa beim Motorradfahren eine Leuchtweste zu tragen und beim Autofahren die Scheinwerfer sauber zu halten. Der diesjährige Tag des Lichts findet am 4. November statt und ist das Highlight der Kampagne. Die Polizei und Pro Velo sensibilisieren Fussgängerinnen und Velofahrer und verteilen ein reflektierendes Geschenk. Videos in den sozialen Medien und an den Screens grosser Schweizer Bahnhöfe, von Zürich bis Genf, runden den Aktionstag ab.

Die wichtigsten Tipps für bessere Sichtbarkeit

  • Zu Fuss: helle Kleidung, reflektierende Materialien tragen.
  • Auf dem Velo, E-Bike, Trottinett und Motorrad: zusätzlich Leuchtweste tragen.
  • Das Velo mit Vorder- und Rücklicht sowie Reflektoren ausstatten.
  • Auto und Motorrad: Licht an und Scheinwerfer sauber halten; bei Dunkelheit Tempo reduzieren.
  • Auf Trottinett, Skateboard und Co.: nachts oder bei schlechter Sicht Lichter verwenden.
  • Alle Informationen zum Thema Sichtbarkeit sind nachzulesen auf: bfu.ch/sichtbar
pd