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Schiers
21.11.2021

Bruce Kessler: «Es war sehr lehrreich für mich»

Bruce Kessler: «Von dieser WM konnte ich viel für meine nächsten  Rennen mitnehmen».
Bruce Kessler: «Von dieser WM konnte ich viel für meine nächsten Rennen mitnehmen». Bild: Robert Hajduk
Vom 10. bis 17. Oktober 2021 wurden auf Sardinien die Formula-Kitefoil-Weltmeisterschaften ausgetragen. Mit am Start war auch der Fajauner Kitesurfer Bruce Kessler, für den es die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft überhaupt war.

«Für die Teilnahme an den Kitesurf-Weltmeisterschaften in Torregrande musste ich mich im Gegensatz zu den anderen Veranstaltungen, an denen ich diesen Sommer und Herbst teilgenommen habe, für die Schweiz qualifizieren», erzählt Bruce Kessler dem P&H. Insgesamt waren wir vier Schweizer Kitesurfer, die im Rahmen des Olympia-Zyklus für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris an dieser WM teilgenommen haben.»

Auf sich gestellt

Insgesamt waren es 90 Kitesurfer, die an diesen Weltmeisterschaften teilgenommen haben. Bruce Kessler hat es auf Rang 41 geschafft. Er sei zufrieden mit seiner Leistung. «In erster Linie wollte ich mir ein Bild davon machen, wie ein WM-Rennen abläuft, viele Erfahrungen mitnehmen und Eindrücke sammeln.» Es sei spannend gewesen, zu sehen wie andere Nationen mit weitaus grösseren Teams ein WM-Rennen angehen würden, fährt Kessler fort. Diese seien mit ihren Coaches angereist und hätten auf deren volle Unterstützung zählen können. «In fachlicher Hinsicht waren wir vier auf uns selber gestellt». Mental habe ihn seine Freundin Jasmin, die ihn an die WM begleitet habe, stark unterstützt. Finanziell, das heisst für das Startgeld und die Reisekosten, sei die Swiss Kitesailing Association, der Schweizer Verband für Kitesailer, der auch die Rennlizenzen vergebe, aufgekommen. «Alles in allem war es wirklich sehr lehrreich für mich.»

Snowkiten

Die Saison ist zu Ende. Bruce Kessler geht wieder seinem Beruf als Spengler nach. Nach der WM hat er laut eigener Aussage mit dem Training pausiert. Doch jetzt stehe wieder Trockentraining auf dem Programm. «Anfang Dezember geht’s zum Snowkiten in den Schnee oder zum Training auf den See, wenn dieser genügend gut zugefroren ist», erklärt der 21-Jährige. «Snowkiten ist eine ideale Vorbereitung für’s Kitesurfen im Sommer.» Im Januar 2022 dürfe er an einem Trainingscamp mit dem Schweizer Jugendteam teilnehmen. «Dort werde ich zum ersten Mal einen professionellen Coach an meiner Seite haben», freut sich Kessler. Seinen ersten Wettkampf für die Kitesurf-Saison 2022 wird er im April auf Palma in Mallorca bestreiten.

Für den Fajauner Kitesurfer war die WM auf Sardinien, die erste in seiner jungen Karriere. Bild: Robert Hajduk
ls